Personalia

Janina Kugel: Bei Siemens muss die Nachfolgerin von Brigitte Ederer gehen

Bei Siemens wird der Vertrag der Personalchefin Janina Kugel nicht verlängert. Sie gehe "im gegenseitigen Einvernehmen", heißt es offiziell - Beobachter vermuten einen Konflikt mit Konzernchef Joe Kaeser.

Siemens-Personalchefin Janina Kugel verlässt den Münchner Industriekonzern Ende Jänner. Der Vertrag der 49-Jährigen laufe dann "im gegenseitigen Einvernehmen aus", teilte Siemens nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Über ihre Nachfolge als Arbeitsdirektor werde im zweiten Halbjahr entschieden.

Kugels Abschied war bereits über das Wochenende durchgesickert. In einem Kommentar schreibt dazu der Publizist Gabor Steingart: "Janina Kugel geht im Konflikt mit Siemens-Chef Joe Kaeser. Seine Macht war ihr Hindernis; ihre Modernität sein Ärgernis."

Vertrag vom Chef der Infrastruktursparte wird verlängert

Der für die Bau- und Infrastruktur-Sparte "Smart Infrastructure" zuständige Cedrik Neike bekommt dagegen einen Fünf-Jahres-Vertrag bis Mai 2025. Der 46-Jährige war im April 2017 vom US-Netzwerk-Spezialisten Cisco in den Siemens-Vorstand gewechselt.

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Aufspaltung geht weiter

Noch im zweiten Halbjahr sollen auch die Führungsposten für die Energie-Sparte von Siemens besetzt werden, die im September 2020 abgespalten und separat an die Börse gebracht werden soll.

Die Siemens AG umfasst dann nur die beiden Digital-Sparten, die Verkehrstechnik- sowie die Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers. "Jetzt machen wir uns mit Ruhe und Sorgfalt an den nächsten Schritt und werden das Führungsteam für die beiden neuen Siemens-Konzerne festlegen", sagte Aufsichtsratschef Jim Snabe. (reuters/apa/red)

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