Autoindustrie

Jaguar will bei hartem Brexit nicht mehr britisch sein

Der größte britische Autohersteller Jaguar Land Rover droht im Falle eines harten Brexit mit einem Abschied von der Insel. Die geplanten Investitionen wären "in Gefahr, sollten wir mit dem falschen Ergebnis konfrontiert werden."

Der größte britische Autohersteller Jaguar Land Rover droht im Falle eines harten Brexit mit einem Abschied von der Insel. "Ein schlechter Brexit-Deal würde Jaguar Land Rover jedes Jahr mehr als 1,2 Milliarden Pfund Gewinn kosten", sagte Konzernchef Ralf Speth. "Infolgedessen müssten wir unser Ausgabenprofil drastisch anpassen."

Das Unternehmen habe in den vergangenen fünf Jahren rund 50 Mrd. Pfund (56,59 Mrd. Euro) in Großbritannien ausgegeben. In den kommenden fünf Jahren seien weitere 80 Mrd. Pfund geplant. "Dies wäre in Gefahr, sollten wir mit dem falschen Ergebnis konfrontiert werden", warnte Speth.

Rund neun Monate vor dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens macht sich in den Führungsetagen der Firmen auf der Insel zusehends Skepsis breit. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte äußerten sich 75 Prozent der Finanzchefs mit Blick auf den Brexit pessimistisch. Sie befürchten, dass ihr Geschäftsumfeld Schaden nehmen wird. (reuters/apa/red)

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