Wirtschaft und Finanzen

IWS Oberösterreich begrüßt OECD-Mindeststeuer-Initiative

Die Steuerlast soll den Klein- und Mittelbetrieben abgenommen und fairer verteilt werden.

Steuern Wirtschaftsstandort IWS Oberösterreich OECD Gottfried Kneifel

Die sieben führenden Industrienationen (G7) haben sich am Wochenende auf erste Details für eine weltweite Steuerreform geeinigt. Dabei ist eine Mindeststeuer für Großkonzerne von mindestens 15 Prozent vorgesehen.

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„Die Initiative Wirtschaftsstandort OÖ (IWS) begrüßt die Initiative der OECD zur Einführung einer globalen Mindeststeuer, weil sie zu mehr Fairness und Steuergerechtigkeit führt und damit die Soziale Marktwirtschaft noch glaubwürdiger ihre Aufgaben für mehr Wohlstand und soziale Gerechtigkeit erfüllen kann,“ sagte IWS-Geschäftsführer Gottfried Kneifel. Derzeit beträgt die Schwankungsbreite beim Höchststeuersatz zwischen 32 Prozent in Frankreich bis zu 12,5 Prozent in Irland. China und Österreich kassieren 25 Prozent und Deutschland 29,9 Prozent Gewinnsteuern.

Klein- und Mittelbetrieben sollen entlastet werden

Alle wichtigen Argumente sprechen für die Einführung der neuen Mindeststeuer von voraussichtlich 15 Prozent. Denn aktuell zahlen große Konzerne durch Gewinnverlagerungen keine bis kaum Ertrags-Steuern, während die volle Steuerlast die kleinen und mittleren Betriebe tragen. Reine IT- und Elektronik-Betriebe und besonders der internationale Finanzdienstleistungs-Sektor haben derzeit gegenüber den stationären Handels-, Gewerbe- und Tourismus-Unternehmen viele steuerliche Vorteile.

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„Wir wollen nicht mehr Steuern für wenige Groß-Konzerne, sondern eine faire und gerechte Besteuerung für alle Betriebe, was dann zu einer geringeren Besteuerung der kleinen und mittleren Unternehmen führen wird“, so IWS-Kneifel. „Im übrigen unterstützen wir neben der Mindeststeuer sehr das OECD-Prinzip der Besteuerung am selben Standort, an dem auch die Erträge erzielt werden.“ (apa/red)