Coronakrise

Italiens Wirtschaft um 12,4 Prozent eingebrochen

Die Wirtschaft eines der wichtigsten Handelspartner Österreichs hat im zweiten Quartal einen historischen Einbruch erlebt. Der Rückgang betraf alle Wirtschaftsbereiche.

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Die Wirtschaft Italiens ist im zweiten Quartal stark eingebrochen. Das Statistikamt Istat teilte in Rom mit, dass die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal um 12,4 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2020 ausgefallen ist. Damit ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) so stark eingebrochen wie noch nie seit dem Beginn der Datenreihe 1995.

Der Rückgang, den Istat als "präzedenzlos" bezeichnete, betraf alle Wirtschaftsbereiche - von der Landwirtschaft über die Industrie, bis zum Dienstleistungsbereich. Der Konsum sei im Land stark rückgängig.

Das Statistikamt rechnet, mit einem BIP-Rückgang im Gesamtjahr 2020 von 14,3 Prozent, sollte es zu keinem Wachstum in den nächsten Quartalen kommen. Im ersten Quartal war Italiens Wirtschaftsleistung um 5,4 Prozent zurückgegangen.

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Die italienische Wirtschaft wurde durch die Coronavirus-Krise besonders hart getroffen. 35.000 Personen sind wegen des Coronavirus in Italien gestorben. (apa/red)