Bauindustrie

Italiens Bauriese Salini will den Konkurrenten Astaldi kaufen - der am BBT mitbaut

Italiens größte Baugruppe Salini Impregilo hat ein neues Angebot für die Übernahme des italienischen Konkurrenten Astaldi eingereicht. Dieses Unternehmen führt eine Arbeitsgemeinschaft an, die beim Brenner Basistunnel gerade am Ein-Milliarden-Baulos auf Südtiroler Seite arbeitet.

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Italiens größte Baugruppe Salini Impregilo hat ein neues Angebot für die Übernahme des krisengeschüttelten italienischen Konkurrenten Astaldi eingereicht, der unter anderem einen Auftrag für die Errichtung eines Bauloses auf der italienischen Seite des Brennerbasistunnels (BBT) erhalten hat. Das neue Angebot ersetzt esin bereits im Februar vorgelegtes Offert.

Bestätigt wurde der Plan einer Salini vorbehaltenen Kapitalerhöhung in Höhe von 225 Mio. Euro für die Übernahme Astaldis, hieß es in einer Presseaussendung des römischen Baukonzerns. Ab 1. August will Salini ein verbindliches Abkommen mit der staatlichen Förderbank CDP sowie mit mehreren Banken für eine weitere Kapitalerhöhung von 600 Mio. Euro abschließen, die institutionellen Investoren offen steht.

Astaldi hat rund 45.000 Mitarbeiter und Aufträge von 33 Milliarden Euro

Mit der Übernahme könnte Salini Astaldis Aufträge im Wert von 33 Mrd. Euro und mehr als 45.000 Mitarbeiter übernehmen. Der "Progetto Italia" genannte Übernahmeplan wird mit Interesse von der italienischen Regierung beobachtet, die die Gründung einer Baugesellschaft von europäischer Dimension unterstützt.

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Das börsennotierte Astaldi-Unternehmen hatte im vergangenen Oktober in Rom ein Ausgleichsverfahren beantragt, mit dem Ziel, den Konkurs abzuwenden. Italiens zweitgrößte Baugesellschaft mit einem Jahresumsatz von circa 3 Mrd. Euro ist wegen der politischen Turbulenzen in Venezuela und der Türkei zuletzt stark unter Druck geraten.

Konzern baut am größten Baulos auf Südtiroler Seite

Astaldi führt mit 42,51 Prozent das Konsortium an, das sich 2016 den Ein-Milliarden-Auftrag für den Bau des Brennerbasistunnels (BBT) auf Südtiroler Seite gesichert hat. Der BBT soll bis 2026 fertiggestellt sein. Bis dahin sollen auch die Bahn-Zulaufstrecken auf deutscher und italienischer Seite gebaut sein. (apa/red)

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