Logistik

Italienische Bahn will bei Alitalia einsteigen

Bei den Staatsbahnen sieht man Synergien zwischen dem Bahn-Hochgeschwindigkeits- und dem Fluggeschäft.

Die italienischen Staatsbahnen (FS) prüfen einen möglichen Einstieg bei der Alitalia, für die die Regierung in Rom zurzeit einen Käufer sucht. Mit einem Einstieg bei Alitalia wären Synergien zwischen dem Bahn-Hochgeschwindigkeits- und dem Fluggeschäft im Interesse Italiens möglich, betonte der neue Bahnchef Gianfranco Battista im Interview mit der Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore".

"Wir sind ein offenes Unternehmen und prüfen das Alitalia-Dossier. Natürlich muss zuerst ein Partner im Luftfahrtbereich gefunden werden, mit dem Alitalia die Langstreckenflüge entwickeln kann, jene, die die besten Gewinnmargen garantieren", sagte Battisti. Die Staatsbahnen könnten mit Alitalia für Verbindungen zwischen den Flughäfen und dem Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetzes zusammenarbeiten.

Die italienische Regierung hat einen neuen Versuch für den Verkauf von Anteilen an der Alitalia gestartet. Die Regierung in Rom bemüht sich, Alitalia als italienische Fluggesellschaft zu bewahren. Sie prüft Wege, damit Alitalia mehrheitlich unter italienischer Kontrolle bleibe. Der Staat soll mit 51 Prozent Mehrheitsaktionär der Airline bleiben, kündigte Vize-Infrastrukturminister Armando Siri kürzlich an.