Beteiligungen

Intralogistiker Knapp wieder ganz österreichisch

Die Bartenstein Holding übernimmt von Japanern 28 Prozent am steirischen Intralogistiker Knapp. Die Firma des ehemaligen Wirtschaftsministers versteht den Schritt als ein "langfristiges, industrielles Investment". In Hart bei Graz wird der Einstieg begrüßt.

Die Holding des ehemaligen Wirtschaftsministers Martin Bartenstein (ÖVP) übernimmt 28,4 Prozent am steirischen Automatisierungsunternehmen Knapp. Der Verkäufer ist die japanische Gruppe Daifuku. Die Japaner hatten zuletzt 30 Prozent an Knapp gehalten.

Zugleich nutzt die Familie Knapp ein Vorkaufsrecht auf Aktien von Daifuku und erhöht ihren Anteil auf 71,6 Prozent. Das teilt das Unternehmen mit.

Eckdaten zu Knapp

Die Knapp AG mit Sitz in Hart bei Graz ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich Lagerautomation und Lagerlogistik-Software. Sie hat über 30 Standorte und machte im vergangenen Geschäftsjahr mit rund 3.500 Mitarbeitern einen Umsatz von 632 Millionen Euro. Laut Firmencompass hat die Gruppe dabei einen Gewinn (EGT) von 34,13 Mio. Euro ausgewiesen.

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Bartenstein: "Eines der bestaufgestellten Technologieunternehmen Österreichs"

Herbert Knapp, Chef des Aufsichtsrates bei Knapp, begrüßt die Beteiligung der Familie Bartenstein ausdrücklich. Er verweist auch darauf, dass die Familie Knapp "von Anbeginn für die Stabilität und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens" stehe.

Die Bartenstein Holding wiederum "sieht ihre Beteiligung an Knapp als langfristiges, industrielles Investment in eines der bestaufgestellten Technologieunternehmen Österreichs". Martin Bartenstein meint dazu: "Knapp gehört auf dem Materials Handling Weltmarkt zu den Top Ten mit weiter großem Wachstumspotenzial." Er freue sich "außerordentlich" auf die Partnerschaft mit der Gründerfamilie und bedanke sich für das herzliche Willkommen als Investor.

Positive Worte kommen auch vom Vorstand des Unternehmens. Das Engagement der Familie Bartenstein "als strategischer, langfristiger Investor" sei zu begrüßen und die Erhöhung der Anteile durch die Familie Knapp ein "großer Vertrauensbeweis", so Konzernchef Gerald Hofer.

(red)

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