Erdöl

Internationale Energieagentur warnt vor Engpässen bei Erdöl

"Das Wachstum in den USA alleine genügt nicht", so die Internationale Energieagentur IEA. Wegen der Förderlimits in Russland und der Opec könnte es zu Engpässen kommen.

Die Ölversorgung bleibt der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge wegen der anhaltenden Förderbegrenzung durch die OPEC und Russland ein Grund zur Sorge. "Das Wachstum in den Vereinigten Staaten allein genügt nicht, um mich zu beruhigen, dass es auch in Zukunft eine ausreichende Produktion geben wird", so IEA-Chef Fatih Birol am Rande des International Energy Forum in Neu-Delhi.

Zum einen wachse die Nachfrage in diesem Jahr um durchschnittlich 1,5 Millionen Fass täglich, vor allem wegen der steigenden Nachfrage der Industrie, der Petrochemie und der Luftfahrt. Zum anderen schrumpfe die Förderung in älteren Ölfeldern um etwa drei Millionen Fass pro Tag. Zudem habe sich die Produktion im krisengeschüttelten Venezuela seit 1999 halbiert.

"Es ist wichtig für die Weltkonjunktur, dass wir keine Preissprünge bekommen", sagte Birol. Den Öl- und Gasproduzenten sollte klar sein, dass sich ihre Kunden dann stärker Alternativen wie Kohle und Erneuerbaren Energien zuwenden dürften. Die IEA wurde 1974 von den Industrieländer als Reaktion auf die damalige Ölkrise gegründet.

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Wegen des massiven Ölpreisverfalls in den vergangenen Jahren hatten sich auf saudiarabische Initiative die Organisation der Erdöl exportierenden Staaten (Opec) sowie Russland und andere führende Ölstaaten außerhalb des Kartells auf eine Förderbremse geeinigt. Geht es nach den Vorstellungen von Saudi-Arabien und Russland, könnte sie noch viele Jahre bestehen bleiben. (reuters/apa/red)