Großprojekt

Insolvente Imtech will weiter an Flughafen Berlin bauen

Trotz ihres Insolvenzantrags will die Bautechnikfirma Imtech Deutschland ihre Arbeiten am Berliner Pannenflughafen BER fortsetzen. Die Baustelle sei "voll besetzt", heißt es.

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"Die Mitarbeiter sämtlicher Gewerke sowie die Subunternehmer haben zugesagt, den Flughafenbau bis auf Weiteres unverändert fortzuführen", teilte die Kanzlei Reimer Rechtsanwälte des vorläufigen Insolvenzverwalters Peter-Alexander Borchardt mit. Die Baustelle sei demnach "voll besetzt". Alle anstehenden Termine würden wahrgenommen. Imtech Deutschland liege mit seinen Leistungen "derzeit voll im Zeitplan". Ziel des vorläufigen Insolvenzverfahrens sei es, den Geschäftsbetrieb des Unternehmens in Deutschland fortzuführen und "möglichst viele der derzeit rund 4.000 Arbeitsplätze zu erhalten", erklärte die Kanzlei. Derzeit prüften etwa 70 Spezialisten "große Datenmengen", um sich einen Überblick über die wirtschaftliche Gesamtsituation von Imtech Deutschland zu verschaffen, betonte Borchardt.

Die Bautechnikfirma ist Zulieferer für die Brandschutzanlage des BER und am künftigen Hauptstadtflughafen für Elektroarbeiten, Heizung, Sanitär und Lüftung zuständig. Das Unternehmen soll in einen mutmaßlichen Korruptionsfall am BER verwickelt sein. Nachdem Imtech Deutschland einen Insolvenzantrag stellte, erschienen Teile der Belegschaft nach Angaben von BER-Chef Karsten Mühlenfeld daraufhin bereits nicht mehr auf der Baustelle des Flughafens. Eine Pleite von Imtech könnte den Zeitplan zur Fertigstellung noch einmal durcheinanderbringen. (apa/afp)

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