Stahlindustrie

Insider zu Strafzöllen: So könnte Europa Ausnahmen bekommen

Einem Eingeweihten zufolge nennt Washington konkrete Bedingungen, mit denen Stahlkonzerne und Aluminiumverarbeiter der EU die angedrohten Strafzölle umgehen könnten. Einer der Punkte: Der Kampf gegen Dumpingpreise bei Stahl.

Die USA haben nach Angaben eines EU-Insiders Kriterien genannt, mit denen sich die Europäer für eine Ausnahme von den geplanten Importzöllen bei Stahl und Aluminium qualifizieren können.

Ein hoher EU-Vertreter sprach von mehreren Punkten, die der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Wochenende in Gesprächen mit EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström erläutert habe. "Natürlich wollen wir versuchen, dass wir auf dieser Grundlage eine Ausnahme bekommen", sagte der EU-Vertreter.

Zusammenarbeit im Kampf gegen Stahl-Überkapazitäten gefordert

Eines der Kriterien soll den EU-Informationen zufolge der Wille zu einer Zusammenarbeit im Kampf gegen Stahl-Überkapazitäten und Billigprodukte sein, für die Experten insbesondere China verantwortlich machen.

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Malmström und Lighthizer hatten am vergangenen Samstag das Thema US-Zölle diskutiert. Danach hatte Malmström von einem "offenen Meinungsaustausch" gesprochen.

Die EU hat bereits Gegenmaßnahmen zu den geplanten US-Zöllen angekündigt. Dem Insider zufolge wird die EU nach dem Inkrafttreten der US-Handelsbeschränkungen vermutlich auch die WTO anrufen.  (reuters/apa/red)