Elektroautos

Insider: Wieder ein tagelanger Produktionsstopp für Tesla Model 3

Tesla lässt Firmenkreisen zufolge die Fertigung des großen Hoffnungsträgers "Model 3" wieder für sechs Tage ruhen, um die Abläufe zu verbessern. In der Schweiz und in den USA laufen Untersuchungen zu Brandunfällen mit Fahrzeugen von Tesla.

Tesla lässt Firmenkreisen zufolge die Fertigung des Model 3 in seinem kalifornischen Werk für sechs Tage ruhen. Vom 26. bis zum 31. Mai sollten in Fremont Verbesserungen an den Anlagen vorgenommen werden, sagten zwei Insider. Ein Tesla-Sprecher nahm zu den Angaben nicht Stellung. In der Folge der Meldung bauten Tesla-Aktien an der Wall Street ihre Verluste auf fast 3,3 Prozent aus.

Der Elektroauto-Pionier hatte bereits angekündigt, die Produktion in Kalifornien für insgesamt zehn Tage ruhen zu lassen. Zusammen mit bereits erfolgten Fertigungspausen im Februar und April würden die sechs Tage Ende Mai genau diese Zeitspanne ergeben.

Die dabei vorgenommenen Arbeiten sollen Schwierigkeiten bei der Herstellung des Model 3 ausbügeln. Der US-Konzern will die Produktion des wichtigen Fahrzeugmodells bis zur Jahresmitte auf 5000 Stück pro Woche steigern. Ende März rollten etwas mehr als 2000 Fahrzeuge von den Bändern. Mit dem Model 3 will Tesla den Aufstieg von einem Nischenanbieter zu einem Massenhersteller von Elektroautos schaffen.

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Tödlicher Unfall in der Schweiz: Feuerwehr prüft Batterie als Brandursache

Schweizer Feuerwehrleute haben die Diskussion um die Sicherheit der Batterien von Elektroautos mit einem brisanten Facebook-Text forciert. Bei einem tödlichen Unfall mit einem Tesla könnten die Akkus den Brand beschleunigt haben, der das Auto weitgehend zerstörte, schrieb die Feuerwehr Bellinzona. Bei dem Unfall war ein 48-jähriger Deutscher ums Leben gekommen.

Tesla bedauerte den Unfall, bezeichnete die Äußerungen zu den Akkus aber als reine Spekulation. Die Feuerwehr löschte ihren Facebook-Post kurz darauf.

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Der Fahrer aus Baden-Württemberg hatte vergangene Woche auf einer Autobahn im Tessin aus zunächst ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Auto verloren. Es prallte nach Polizeiangaben gegen die Mittelleitplanke, überschlug sich und geriet in Brand. Auf dem später gelöschten Foto der Feuerwehr war eine meterhohe Brandsäule zu sehen.

Schweizer Feuerwehr: "Schnelle und unaufhaltsame Temperaturerhöhung"

Die Kollision der Lithium-Ionen-Batterien hätten wahrscheinlich eine schnelle und unaufhaltsame Temperaturerhöhung verursacht, schrieb die Feuerwehr. Sie verwies auf eine sich selbst verstärkende chemische Reaktion, "thermisches Durchgehen" genannt. Dabei entstehen schnell sehr hohe Temperaturen.

Tesla betonte, man müsse das Ergebnis des Untersuchungsberichts durch die Polizei abwarten. Die Ermittlungen dauerten an, teilte die Polizei in Bellinzona mit. Sie könne zunächst keine näheren Angaben machen.

"Wir sind tief betrübt über den Unfall", teilte ein Tesla-Sprecher mit. "Wir arbeiten daran, alle Fakten zu diesem Fall zusammenzutragen und arbeiten vollumfänglich mit den örtlichen Behörden zusammen." Tesla konnte zunächst auch keine Angaben dazu machen, ob das Autopilot-Assistenzsystem zum Zeitpunkt des Unfalls eingeschaltet war. Derzeit werden mehrere Unfälle mit dem Autopilot-System in den USA untersucht.

Schweizer haben ihre frühere Meldung wieder gelöscht

Warum die Feuerwehr ihre ursprüngliche Facebook-Mitteilung löschte, blieb unklar. Die Pressestelle manage die Facebook-Seite nicht, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Statt dem ursprünglichen Post schrieb die Feuerwehr neu, der Brand sei dank der online verfügbaren Anleitung des Herstellers für Notfälle sicher gelöscht worden.

Mehrere Brände in den USA - Batterien brennen noch Tage nach Löschung

In den USA werden mehrere Brände von Tesla-Fahrzeugen untersucht. Ermittler legen dabei ein besonderes Augenmerk auf die Batterien. Für Aufsehen sorgte ein Unfall im kalifornischen Silicon Valley. Das Wrack wurde gelöscht, aber die Batterien fingen aber nach Angaben der Feuerwehr drei Mal erneut Feuer, zuletzt sechs Tage später. Vor einer Woche gab es einen Unfall in Florida, bei dem ein Tesla in Brand geriet. Auch dieser Fall wird von US-Behörden untersucht: Tesla Model S verbrannt: Untersuchung in den USA >>

Die Akkus heutiger Elektrofahrzeuge bestehen aus vielen Lithium-Ionen-Zellen, die zu großen Batterie-Packs gebündelt werden. Die Gefahr ist, dass sich ein Feuer schnell ausbreitet, wenn auch nur wenige Zellen in Brand geraten. Zugleich gelten Lithium-Ionen-Akkus grundsätzlich als empfindlich - es gab bereits Probleme mit Batterien von Smartphones, Notebooks sowie in der Boeing 787. (reuters/apa/red)

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