Elektrotechnik

Industrieverband warnt vor einem großen Ingenieurmangel

In Deutschland gehen heuer viele tausend Elektroingenieure in den Ruhestand. Während die Elektroindustrie jammert, ist die Ausbildung offenbar alles andere als attraktiv: Jeder Zweite bricht sein Studium in diesem Bereich ab.

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Deutschland steuert laut dem Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) auf die "größte Ingenieurlücke aller Zeiten" zu. In den kommenden zehn Jahren würden in Deutschland deutlich über 100.000 junge E-Ingenieure mehr benötigt als ausgebildet werden, erklärte VDE-Chef Ansgar Hinz.

Strukturwandel in der Industrie

Allein in diesem Jahr seien fast 11.000 neue Elektroingenieure nötig, um die in den Ruhestand eintretenden E-Ingenieure zu ersetzen. Der Strukturwandel in der Industrie sorge dafür, dass der Bedarf an Elektroingenieuren noch deutlich anwachse, erklärte der VDE.

Studiengang der Elektrotechnik vertreibt junge Menschen

Gleichzeitig brechen demnach aber fast die Hälfte der Studierenden der Elektro- und Informationstechnik die Ausbildung ab. So muss sich vor allem der Mittelstand im Ausland umschauen, um genügend Mitarbeiter zu finden. Rund zwölf Prozent der in Deutschland beschäftigten E-Ingenieure haben ihren Abschluss im Ausland erworben.

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Fachverband hofft auf Maßnahmen für höheren Frauenanteil

Der VDE empfiehlt Maßnahmen, mit denen die Quote der Studienabbrecher gesenkt werden könnte: "Hierfür muss der Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern, allen voran Mathematik, in den Schulen flächendeckend verbessert werden", forderte Hinz. Darüber hinaus müssten noch mehr Jugendliche und vor allem Frauen für ein Studium der Elektro- und Informationstechnik gewonnen werden. (afp/apa/red)

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