Industriekonjunktur

Industrieverband BDI senkt Konjunkturprognose für 2019

Wegen Verwerfungen durch den Brexit und den Druck der USA auf dem Weltmarkt gegen seine Partner in Europa und China erwartet jetzt auch der deutsche Industrieverband BDI ein geringeres Wachstum der Industriebetriebe bei Österreichs wichtigstem Exportpartner.

Angesichts zunehmender Risiken für die exportstarke deutsche Wirtschaft hat nun auch der Industrieverband BDI seine Wachstumsprognose heruntergeschraubt. Der Bundesverband der Deutschen Industrie rechnet für 2019 noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 1,2 Prozent - bisher waren es 1,5 Prozent.

BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang nannte in Berlin als Hauptgründe "Verwerfungen im Außenhandel" mit Großbritannien (Stichwort Brexit) oder den USA (Handelskonflikte). Dies könne die deutsche Wirtschaft "gefährlich nahe" an die Nulllinie bringen.

Ein Bip von nur mehr knapp über einem Prozent erwartet

Die deutschen Exporte dürften mit einem Plus von 1,5 Prozent nur leicht zulegen. Dagegen blieben die Aussichten für die Binnenkonjunktur positiv.

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Der BDI bleibt aber noch optimistischer als zum Beispiel die deutsche Regierung, die ihre Prognose auf 1,0 Prozent verringert hatte. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet, dass die deutsche Wirtschaftsleistung 2019 nur um 0,7 Prozent zulegt - das wäre halb so stark wie im vergangenen Jahr. (dpa/apa/red)

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