Robotik

Industrietochter von Foxconn legt milliardenschweren Börsengang hin

Die auf Elektronik und Roboter spezialisierte Konzerntochter des umstrittenen Apple-Zulieferers Foxconn hat einen erfolgreichen Börsengang hingelegt. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beträgt damit 51 Milliarden Euro.

In China ist der größte Börsengang seit drei Jahren unter Dach und Fach. Die Industrie-Tochter des Apple-Zulieferers Foxconn legte bei ihrem Debüt einen Traumstart hin: Die Aktien von Foxconn Industrial Internet schossen an ihrem ersten Handelstag um 44 Prozent auf 19,83 Yuan (2,62 Euro) in die Höhe.

Auf Elektronik und Industrieroboter spezialisiert

Angeboten wurden die 1,97 Milliarden Titel zu einem Ausgabepreis von 13,77 Yuan (1,82 Euro). Die Marktkapitalisierung des auf elektronische Geräte und Industrie-Roboter spezialisierten Unternehmens belief sich damit auf umgerechnet 51 Mrd. Euro.

An der Börse platziert wurden rund zehn Prozent der Firmenanteile von Foxconn Industrial Internet. Knapp ein Drittel davon sicherten sich mehrere strategische Investoren. Darunter sind Technologiekonzerne wie Alibaba, Baidu und Tencent, die zusammen nun drei Prozent besitzen und sich verpflichtet haben, die Aktien drei Jahre lang zu halten.

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Traumstart an der Börse

Experten bewerteten den Börsengang der Industriesparte für Foxconn positiv. Dadurch schaffe es Foxconn, seine Abhängigkeit von Apple zu senken und in neue Geschäftsbereiche vorzudringen.

Das Unternehmen will beispielsweise in die neue Mobilfunktechnik 5G investieren, aber auch in Bereiche wie Cloud Computing sowie intelligente Fabriken. Zu den Kunden von Foxconn Industrial Internet zählen neben Apple auch Amazon, Cisco, Dell, Huawei und Lenovo.

Foxconn beliefert fast die gesamte Branche

Der taiwanesische Hersteller Foxconn ist  weltgrößter Zulieferer für die Elektronikbranche. Foxconn beliefert Apple sowie den größten Teil der Smartphone-Hersteller.

In den vergangenen Jahren kam der Hersteller wiederholt in die Schlagzeilen mit einer Reihe von Selbstmorden von Mitarbeitern auf dem Gelände seiner Fabriken. Allein im Jahr 2010 nahmen sich 13 seiner Mitarbeiter das Leben.

Foxconn steht auch immer wieder wegen schlechten Arbeitsbedingungen, niedrigen Löhnen und der Beschäftigung Minderjähriger in der Kritik. Immer wieder kam es zu Protesten. 2012 haben sich 2.000 Mitarbeiter von Foxconn in einem Werk in China eine Massenschlägerei mit den Wachleuten geliefert. (reuters/apa/red)

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