Industriespionage

Industriespionage bei Airbus: Wieder steht China im Verdacht

Nach Berichten von Insidern hat es in den vergangenen Monaten eine Reihe von Cyberangriffen auf Airbus gegeben. Wieder fällt der Verdacht auf Hacker im Auftrag Chinas - und wieder weist Peking das "entschieden" zurück.

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Die chinesische Regierung hat den Verdacht der Industriespionage im Zusammenhang mit Cyberangriffen auf den europäischen Luftfahrtkonzern Airbus entschieden zurückgewiesen. Er könne versichern, dass sich China "entschlossen gegen jede Form von Cyberattacken wendet", sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums vor Journalisten. Das Land sei außerdem ein Verfechter von Netzwerksicherheit.

In der jüngsten Vergangenheit habe es immer wieder Berichte über solche Angriffe gegeben, in denen "ohne jeden Beweis" China verantwortlich gemacht worden sei, sagte der Außenamtssprecher weiter. Ziel dieser Mutmaßungen sei es, die Volksrepublik zu "beschmutzen". "Das ist weder professionell noch verantwortungsbewusst."

Wie die Nachrichtenagentur AFP zuvor aus Industrie- und Sicherheitskreisen erfahren hatte, wurde Airbus in den vergangenen Monaten Opfer einer Reihe von Cyberangriffen. Die Hacker verschafften sich demnach über Zulieferfirmen Zugang zu technischen Dokumenten des Konzerns, unter anderem zur Zertifizierung von Flugzeugen.

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Auf die Urheber der Angriffe wollten sich die Ermittler nicht festlegen, einig waren sie sich aber darin, dass chinesische Hacker dafür verantwortlich sein könnten. Unter anderem kommt es etwa sei Jahren bei der Entwicklung des Mittelstreckenfliegers C919 des chinesischen Herstellers Comac zu Verzögerungen bei der Zertifizierung. Mit der Maschine will Peking Airbus und dem US-Hersteller Boeing Konkurrenz machen. (afp/apa/red)