Industriekonjunktur

Österreichs Industrieproduktion: Deutlicher Anstieg im Mai

Die heimische Industrieproduktion lag im Mai zwar weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, im Vergleich zum heurigen April ist sie aber stark gestiegen. Eine Verbesserung gab es in mehreren Branchen.

Durch die Coronakrise ist die Produktion in Österreich zwar auch im Mai deutlich niedriger als voriges Jahr gewesen, laut Statistik Austria zeigte sich im Vergleich zu April aber in einigen Branchen bereits eine beginnende Erholung.

Eingebrochen ist seit März wegen des Covid-19-Lockdown vor allem die Produktion in der Metallbranche, im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Mineralölverarbeitung, erklärte die Statistik Austria.

Industrie holt auf - aber unter dem Niveau des Vorjahres

Der Produktionsindex lag im Mai 13,5 Prozent tiefer als ein Jahr davor, gegenüber dem Vormonat April legte er saisonal bereinigt um 9,2 Prozent zu.

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Im Jahresabstand lag der Produktionsindex in der Industrie im Mai nach Arbeitstagen bereinigt (EU-harmonisiert) um 15,0 Prozent tiefer. Im Baugewerbe gab es dabei ein Minus von 8,5 Prozent.

Anstieg von 26 Prozent bei Investitionsgütern

Die Produktion in der Industrie stieg von April auf Mai saisonal bereinigt (EU-harmonisiert) um 8,7 Prozent. Die stärksten Zuwächse gab es dabei mit +25,7 Prozent bei Investitionsgütern, gefolgt von +14,4 Prozent bei langlebigen und +6,3 Prozent bei kurzlebigen Konsumgütern. Im Energiebereich wurde ein Plus von 2,7 Prozent verzeichnet, bei Vorleistungsgütern ein Anstieg um 2,2 Prozent.

Maschinenbau und Autoindustrie holen stark auf

Nach starken Rückgängen des Produktionsindex im März und April zeichnete sich laut Statistik Austria in einigen Produktionsbereichen im Mai schon eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr ab. Deutlich höhere Indexwerte gab es demnach bei Maschinenbau und Kfz-Herstellung sowie in der Mineralölverarbeitung und im Hochbau. Auch Textil- und Bekleidungsbranche hätten sich positiv entwickelt. (apa/red)

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