Industrieproduktion

Industrieproduktion der USA fällt weiter

Die Industrieproduktion der USA ist zuletzt unerwartet stark gesunken - es ist bereits der dritte Rückgang in Folge. Im wichtigen Großraum New York fällt der Indikator auf ein Sieben-Jahres-Tief. Amerikanischen Herstellern macht die globale Flaute und der starke Dollar zu schaffen.

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Die US-Industrie hat ihre Produktion im Dezember überraschend deutlich gedrosselt. Die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes samt Bergbaufirmen und Versorgern stellten 0,4 Prozent weniger her als im Vormonat, wie die US-Notenbank Fed mitteilte. Das war bereits der dritte Rückgang in Folge. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur ein Minus von 0,2 Prozent erwartet.

Zudem fiel der Rückgang im November mit 0,9 Prozent stärker aus als bisher angenommen. Der Auslastungsgrad von Maschinen und Anlagen sank um 0,4 Punkte auf 76,5 Prozent. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 76,8 Prozent gerechnet.

Der US-Industrie macht die flaue globale Nachfrage - namentlich die Schwäche in Schwellenländern wie China - und der starke Dollar zu schaffen, der Produkte im Ausland verteuert. Die Öl- und Gasindustrie leidet unter den niedrigen Energiepreisen. So fiel die Produktion im Bergbausektor im Dezember insgesamt um 0,8 Prozent zum Vormonat. Im November war sie um 2,1 Prozent gesunken. Auf den Bergbau, zu dem auch der Ölsektor gehört, entfallen 12 Prozent der Industrieproduktion. Die Öl- und Gasförderung sank im Dezember um 7,4 Prozent zum Vormonat.

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Im Großraum New York, einer der Schlüsselregionen, schwächelte die Industrie auch im Jänner: Das Barometer für das Geschäftsklima der Unternehmen fiel auf minus 19,37 Punkte von minus 6,21 Zählern im Vormonat. Das ist der schlechteste Wert seit März 2009. Ökonomen hatten lediglich mit minus 4,0 Punkten gerechnet. Die Unternehmen berichteten von einem Auftragsrückgang. (APA/Reuters/dpa-AFX)