Industrieproduktion

Industrie in Deutschland meldet fünftes Auftragsplus in Folge

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im September wegen der robusten Binnennachfrage den fünften Monat in Folge gefüllt.

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Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im September wegen der robusten Binnennachfrage den fünften Monat in Folge gefüllt. Die Bestellungen wuchsen um 0,5 Prozent zum Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Ökonomen hatten allerdings mit einem größeren Plus von 2,0 Prozent gerechnet. Im August hatte es einen Zuwachs von revidiert 4,9 (bisher: 4,5) Prozent gegeben.

"Nach der ersten kräftigen Erholung nach dem Lockdown im April kämpft sich die Industrie weiter aus der Krise", erklärte das Ministerium.

Trotz der Aufholjagd ist das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht worden: Gemessen am Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Coronapandemie in Deutschland, liegen die Bestellungen noch um 2,6 Prozent niedriger. Die Wirtschaft sieht den Aufschwung insgesamt noch auf recht wackligen Beinen. So nimmt wegen der steigenden Coronafälle in Europa die Sorge wegen Einschränkungen im grenzüberschreitenden Waren- und Personenverkehr wieder zu.

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Die Aufträge aus Deutschland legten im September um 2,3 Prozent zu, die aus dem Ausland sanken dagegen um 0,8 Prozent. Dabei fielen die Bestellungen aus der Eurozone um 6,0 Prozent, die aus dem restlichen Ausland wuchsen hingegen um 2,7 Prozent.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Sommerquartal im Rekordtempo von 8,2 Prozent gewachsen, nachdem es im Frühjahr wegen der Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der Coronapandemie mit 9,7 Prozent so stark gefallen war wie noch nie. Im laufenden vierten Quartal rechnen viele Experten mit einem Rückschlag, da seit einigen Tagen neue Coronabeschränkungen in Deutschland gelten. (reuters/apa/red)