Einkaufsmanagerindex

Industrie im November: Tempoverschärfung

Die heimische Industrie legte im November einen Gang zu. Sorge bereiten einzig der Arbeitsmarkt und die Lieferzeiten.

Einkaufsmanagerindex

Die heimische Industrie legt zum Jahresende ein starkes Finish hin: Die Produktions- und Auftragszuwächse lagen im November so gut wie zuletzt im Frühjahr 2011 – mit 54,3 liegt der Index deutlich über der kritischen Wachstumsgrenze (Werte über 50 signalisieren, dass mehr als die Hälfte aller Befragten von einer höheren Leistung als im Vormonat ausgehen).

Folglich wurde die Einkaufsmenge erheblich stärker ausgeweitet als im Oktober. Der kräftige Schwung an Neu- und Folgeaufträgen sorgte dafür, dass die Betriebe die Produktion im Berichtsmonat nicht nur den fünften Monat in Folge, sondern auch so stark hochfuhren wie seit über zweieinhalb Jahren nicht mehr. Der Auftragseingang wies unterm Strich das höchste Plus seit 32 Monaten aus, was auf die deutlich anziehende Nachfrage zurückzuführen war. Auch bei den Exportbestellungen verbuchten die Unternehmen einen deutlich stärkeren Zuwachs als im Vormonat.

Beschäftigungsrückgang

Unerfreuliche Signale kamen von der Beschäftigungsseite. Hier kam es zum siebten Mal innerhalb der letzten acht Monate zu einem Rückgang. Lieferschwierigkeiten sorgten indes für einen steigenden Inflationsdruck. Vor allem zu niedrige Lagerbestände bei den Lieferanten zogen im November die stärksten Lieferschwierigkeiten nach sich, wie zuletzt im Juli 2011 gemeldet. Dies war mit ein Grund dafür, dass sich der Anstieg der durchschnittlichen Einkaufspreise zum dritten Mal hintereinander beschleunigte.

Aufgrund der anziehenden Nachfrage konnten die Branchenakteure aber auch ihre Verkaufspreise erstmals seit drei Monaten wieder leicht anheben. Die Bestände an Vormaterialien wurden zum dritten Mal innerhalb der letzten vier Monate aufgestockt. Bei den Fertigwarenlagern kam es erstmals seit sechs Monaten wieder zu einem Anstieg.

Einkaufsmanagerindex: monatlich erstellt im Auftrag der Bank Austria von Markit Research