Einkaufsmanagerindex

Industrie im Mai: flacheres Wachstum

Der Bank-Austria-Einkaufsmanagerindex ging gegenüber dem Vormonat von 51,4 auf 50,9 Punkte leicht zurück.

Einkaufsmanagerindex

Die heimische Industrie ist im Mai nur noch gebremst gewachsen, geht aus dem aktuellen Einkaufsmanagerindex der Bank Austria von heute, Freitag, hervor. Gegenüber dem Vormonat ging der Index von 51,4 auf 50,9 Punkte zurück, lag damit aber noch im Wachstumsbereich (über 50 Punkte). Hauptverantwortlich dafür war die rückläufige Produktion - der entsprechende Teilindex sank von 53,3 auf 51,9 Zähler.

"Die Erholung der österreichischen Industrie hat sich deutlich verlangsamt", so Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Aus dem Inland kamen bei der Nachfrage keine Impulse. Die nachlassende Binnennachfrage habe aber zumindest durch neue, wenn auch nicht sehr zahlreiche, Exportaufträge kompensiert werden können, erklärte Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl. Die moderate Erholung in Europa erwies sich als Wachstumsstütze.

Probleme in den Schwellenländern

Die heimische Industriekonjunktur litt aber unter der deutlichen Konjunkturabkühlung in den Schwellenländern - vor allem in China und Russland. Die Erholung im Euroraum sei "vorläufig noch zu schwach", so Bruckbauer.

In der Eurozone gab der Einkaufsmanagerindex für die verarbeitende Industrie gegenüber dem Vormonat um fast 1 Punkt auf 52,4 Zähler nach - in Deutschland sank er auf 52,9 Punkte, in Frankreich rutschte er sogar unter die Wachstumsgrenze von 50 Punkten. Insgesamt konnte sich die Konjunktur in Europa festigen, doch beim wichtigen Handelspartner Italien fehlt es den Ökonomen zufolge noch an Schwung.

In Österreich steigt die Produktionsleistung seit einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden dabei auch neue Jobs in der Sachgüterindustrie geschaffen. Umstrukturierungsmaßnahmen bremsten hier allerdings die Ausweitung der Beschäftigung. (APA)