Deutschland

Industrie fordert virtuelle Hauptversammlungen auch für 2021

Zahlreiche börsennotierte Unternehmen fordern die Möglichkeit, auch im kommenden Jahr in Deutschland ihre Aktionärsversammlungen virtuell abhalten zu können.

Coronakrise Digitalisierung Dax

Zahlreiche börsennotierte Unternehmen fordern die Möglichkeit, auch im kommenden Jahr in Deutschland ihre Aktionärsversammlungen virtuell abhalten zu können. "Die Coronapandemie ist nicht vorüber und die nächste Hauptversammlungssaison steht vor der Tür", erklärte das Deutsche Aktieninstitut (DAI), in dem ein Großteil der börsennotierten Unternehmen Mitglied ist.

Die im März erlassene Regelung gelte nur noch bis Ende des Jahres; sie könne per Rechtsverordnung bis Ende 2021 verlängert werden. Zugleich müssen mehr als ein Dutzend börsennotierter Unternehmen in Deutschland aufgrund eines abweichenden Geschäftsjahrs bereits in den ersten beiden Monaten 2021 eine Hauptversammlung abhalten, darunter Aurubis, Ceconomy, Infineon, Metro, Osram, Siemens, Thyssenkrupp und TUI, wie das DAI mitteilte. Die deutsche Bundesregierung hatte im März angesichts der coronabedingten Einschränkungen den Weg für virtuelle Hauptversammlungen für börsennotierte Unternehmen freigemacht.

Fast alle Hauptversammlungen fanden laut DAI digital statt: 28 der 30 im Deutschen Aktienindex notierten Unternehmen etwa hielten ihre Aktionärstreffen online ab - die anderen beiden bereits im Februar vor Beginn der Einschränkungen. Die Chefs von 60 börsennotierten Unternehmen appellierten daher in einem Brief an Justizministerin Christine Lambrecht (SPD), virtuelle Aktionärstreffen auch 2021 zu ermöglichen. (afp/apa/red)

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