Ausbildung

"Industrial Power Electronics": Neues Masterstudium der FH Kärnten

Ab Herbst startet an der Fachhochschule Kärnten in Villach ein neuer Masterstudiengang, der eine Ausbildung im Bereich Leistungselektronik anbietet. Am Konzept des berufsbegleitenden internationalen Studiengangs haben auch Industriekonzerne wie Infineon mitgearbeitet.

Im kommenden Wintersemester startet an der Fachhochschule Kärnten ein neuer Masterstudiengang. Ab Oktober 2021 werden im berufsbegleitenden Masterstudium "Industrial Power Electronics" am Standort Villach österreichische und internationale Studenten im Bereich der Leistungselektronik ausgebildet.

Der Studiengang wurde gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Industrie, darunter Infineon, der Industriellenvereinigung und der Stadt Villach, entwickelt. "Der Studiengang ist an zwei wesentlichen Zukunftsthemen adressiert: die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz und die Digitalisierung im Bereich der Elektrosysteme", sagt FH-Rektor Peter Granig.

Infineon und Industriellenvereinigung an der Ausarbeitung beteiligt

Die Veranstaltungen des internationalen Studiengangs werden komplett auf Englisch stattfinden. Ziel ist es, sowohl wissenschaftliche Grundlagen als auch praktische Fähigkeiten weiterzugeben, um damit internationale Fachkräfte nach Kärnten zu holen. "Bei der Zusammenarbeit mit der Industrie finden Laborübungen und Gastvorlesungen statt, um die Studenten möglichst schnell auf eine Karriere vorzubereiten", so der Studiengangleiter Michael Glavanovics.

White Paper zum Thema

Im Laufe des Studiums werden auch konkrete praktische Projekte erstellt und umgesetzt, sowie Management-Fähigkeiten weitergegeben. Die Anwendungsfelder nach einem Abschluss sind breit gefächert. Speziell im Bereich der erneuerbaren Energie und der E-Mobilität ist die Leistungselektronik gefragt.

Das Land Kärnten steuerte zu diesem Zweck über 400.000 Euro bei. Landeshauptmann Peter Kaiser hob dabei die regionale Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und der Industrie hervor. Der Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich ist in Kärnten derzeit nicht gedeckt. "Ich kann an alle jungen Menschen in Kärnten appellieren, dieses zukunftsorientierte Bildungsangebot zu nutzen. Die Garantie, eine adäquate Arbeit zu finden, ist gegeben", so Kaiser.

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Derzeit verzeichnet die Fachhochschule zwölf Anmeldungen für die insgesamt 16 Studienplätze, darunter befinden sich fünf Frauen. Für EU-Bürger ist eine Anmeldung für das kommende Wintersemester noch bis zum 30. September möglich. (apa/red)