Bodenversiegelung

In Österreich werden jedes Jahr 4.000 Hektar zubetoniert

Die Zubetonierung fruchtbarer Böden in Österreich gehört im Verhältnis zur Einwohnerzahl zu den höchsten in ganz Europa. Die Versiegelung ist zuletzt leicht zurückgegangen, doch ihre Ausmaße gefährden weiter die Ernährungssicherheit des Landes, so die Hagelversicherung.

Jährlich werden in Österreich rund 4.000 Hektar Boden verbaut - wobei der Trend rückläufig ist. Dennoch sieht die Hagelversicherung die Ernährungssicherheit des Landes gefährdet und forderte ein umfassendes Maßnahmenbündel, um die "Ressource Boden" nachhaltig zu schützen.

Der Flächenverbrauch entspräche einem Verlust von 24 Millionen Kilogramm Brotgetreide, wovon pro Kopf und Jahr rund 85 Kilogramm benötigt werden. "Somit verbauen wir in einem Jahr das Brotgetreide für fast 300.000 Österreicher", so Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung. Beim Brotgetreide hätten wir nur mehr einen Selbstversorgungsgrad von 86 Prozent, bei Erdäpfeln von 80, bei Gemüse nicht einmal 50 Prozent und bei Soja sogar nur von 15. "Vom Beton können wir nicht abbeißen", so Weinberger. (apa/red)

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