Konjunktur

IHS: Winterwetter wird Österreichs Wachstum vorerst nicht bremsen

IHS-Chef Martin Kocher erwartet vorerst keine größeren negativen Auswirkungen des schneereichen Winters auf die Konjunktur - mit kurzfristigen Effekte in einzelnen Branchen sei aber sehr wohl zu rechnen.

Der heftige Schneefall in großen Teilen Österreichs wird eher keine negativen Auswirkungen auf das heimische Wirtschaftswachstum haben. Einzelne Branchen sind zwar kurzfristig betroffen, es gibt dafür aber auch belebende Effekte in anderen Bereichen, im Tourismus verschiebt sich die Wintersaison nach hinten.

Kurzfristige Effekte in einzelnen Branchen

"Daher erwarte ich keine langfristigen negativen konjunkturellen Auswirkungen auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene", so IHS-Chef Martin Kocher zur APA. Baugewerbe und Tourismus leiden zwar im Moment, zugleich gibt es aber mehr Ausgaben etwa im Online-Handel oder bei Energie. Nicht nur werden Touristen das heuer späte Ostern nutzen und allenfalls stornierte Urlaube nachholen, auch verschobene Großeinkäufe etwa für ein neues Auto dürften später erfolgen.

"Ob die Effekte gesamtwirtschaftlich nachhaltig sichtbar bleiben, wird davon abhängen, ob die jetzige Wettersituation noch länger anhält. Wenn sich die Lage rasch entspannt, wird das nicht der Fall sein", so Kocher. (apa/red)