Metaller-KV

IHS: Abschluss zum Metaller-KV "am oberen Rand"

Martin Kocher, Chef des Instituts für höhere Studien, bewertet das Verhandlungsergebnis zum Metaller-Kollektivvertrag als einen "Abschluss am oberen Rand". Im Vergleich zur aktuellen Inflation sei damit die "reale Lohnentwicklung gar nicht so schlecht."

Der Chef des Instituts für höhere Studien (IHS), Martin Kocher, sieht in der jüngsten Einigung der Metaller-Kollektivvertragsverhandlungen einen "Abschluss am oberen Rand". Vergleiche man mit den derzeitigen Wirtschafts- und Inflationserwartungen, sei damit die "reale Lohnentwicklung gar nicht so schlecht", sagte Kocher in der ZIB2.

Das IHS rechnet für 2020 mit einem Wirtschaftswachstum für Österreich von 1,3 Prozent und einem Verbraucherpreisanstieg von 1,5 Prozent. Ab dem 1. November erhalten die 130.000 Beschäftigten der Metalltechnischen Industrie eine Erhöhung der Löhne und Gehälter von im Schnitt 2,7 Prozent.

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Dass sich die Arbeitgeber, die ursprünglich 1,8 Prozent Lohnerhöhung geboten hatten, bei den Verhandlungen durchgesetzt hätten, glaubt Kocher eher nicht. Zudem geht der IHS-Chef davon aus, dass die anderen Branchen ihre KV-Verhandlungen unter den 2,7 Prozent Lohnerhöhung der Metaller abschließen werden. Zwar laufe es im Dienstleistungsbereich derzeit gut, die Metall-Branche habe jedoch eine hohe Produktivität. (apa/red)

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