Stromwirtschaft

IG Windkraft: Österreichs Ausgaben für Stromimporte 2018 verdoppelt

Die hohen und teuren Stromimporte Österreichs seien ein wachsendes Problem, so die Branchenverbände Erneuerbare Energie Österreich und IG Windkraft. Die Interessensvertreter fordern einen schnelleren Ausbau der Kapazitäten aus Erneuerbaren.

Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) und der Interessenverband IG Windkraft fordern den forcierten Ausbau der Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien und verweisen dabei auf die hohen Stromimporte, die zu einer Ausweitung des Handelsbilanzdefizits geführt hätten. Eine Halbierung der Energieimporte würde Österreich eine positive Handelsbilanz bescheren, so das Argument.

Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich habe einen Energie- und Klimaplan für Österreich erstellt, wonach bis 2030 mit 60 Prozent erneuerbaren Energien das österreichische Außenhandelsdefizit fast ganz beseitigt werden könnte, so EEÖ-Präsident Peter Püspök.

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IG Windkraft: Ausgaben für Stromimporte verdoppelt

Laut IG Windkraft hat gab Österreich 2018 für Nettostromimporte rund 400 Mio. Euro aus, fast doppelt so viel wie 2017. Die Nettostromimporte seien mengenmäßig um ein Drittel auf 8,9 Terawattstunden (TWh) gestiegen. Die Investitionen in den Windkraftausbau hätten sich hingegen in den letzten Jahren halbiert, so IG-Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl.

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2014 habe die Branche noch über 650 Mio. Euro in den Windkraftausbau investiert, mittlerweile sei das Investitionsvolumen auf 350 Mio. Euro zusammengeschrumpft. "Nach wie vor hängen 200 fertig genehmigte Windräder in einer Warteschleife und ihre Errichtung wird verhindert", so Moidl. Durch die Netztarifierung werde Atomstrom aus dem Ausland bevorzugt.

Die Bundesregierung müsse jetzt in die Verbesserung der Energieeffizienz investieren und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben, fordert auch der Liste-Jetzt-Klubobmann Bruno Rossmann. (apa/red)

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