Windkraft

IG Windkraft fordert einen schnelleren Ausbau der Windkraft

Europaweit war der Ausbau der Windkraft im ersten Halbjahr 2018 rückläufig, in Österreich blieb er auf stabilem Niveau. Die IG Windkraft warnt trotzdem vor Rückgängen.

Europaweit war der Ausbau der Windkraft im ersten Halbjahr 2018 rückläufig, in Österreich blieb er auf stabilem Niveau, geht aus dem Halbjahresbericht des europäischen Verbandes WindEurope hervor. Aber auch hierzulande droht ein Rückfall, warnt die IG-Windkraft.

Dass es keinen Rückgang gab, ist demnach auf die kleine Novelle des Ökostromgesetzes zurückzuführen, die den Bau eines zusätzlichen Förderkontingents ermöglichte. Aber längerfristig würden die stabilen Rahmenbedingungen fehlen.

"Die österreichische Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt bis 2030 die Stromversorgung zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien zu decken. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, bräuchte es einen deutlich gesteigerten Ausbau der Windkraft, so Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

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Er rechnet vor: Derzeit können in Österreich 1.277 Windräder mit einer Leistung von 2.899 MW 6,3 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen, was rund 11 Prozent des Stromverbrauchs entspricht. In der ersten Jahreshälfte wurden 55 MW Windkraftleistung installiert. Mit 235 MW wird der Ausbau in Österreich etwa so wie in den letzten beiden Jahren liegen.

"Die Größenordnung der starken Ausbaujahre wie 2014 mit über 400 MW lagen aber beim Doppelten des derzeitigen Ausbaus", gibt Moidl zu bedenken.

Windrad-Baustellen gibt es heuer in Niederösterreich, im Burgenland und in der Steiermark - im höchstgelegenen Windpark Österreichs beim Tauernwindpark Oberzeiring in 1.900 Meter Seehöhe.

Europaweit lagen die Ausbauzahlen mit 4.500 MW Windkraftleistung im ersten Halbjahr hinter den Vorjahreswerten. Bis Jahresende sollen weitere 9.000 MW folgen. In Deutschland orten die Vertreter von WindEurope Schwierigkeiten beim marktbasierten Fördersystem der Ausschreibungen. Außerdem gebe es keinen klaren Ausbaupfad seitens der Regierung für die nächsten Jahre. (apa/red)

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