Industriekonjunktur

Ifo-Index: Pessimismus der deutschen Industrie wächst weiter

Industriebetriebe in Deutschland schauen zunehmend skeptischer in die Zukunft - und vor allem auf das Exportgeschäft. Laut dem renommierten Ifo-Index rechnet die Autobranche sowie die Textilindustrie mit Rückgängen. Dagegen sind die Erwartungen im Maschinenbau wieder gestiegen.

Die deutschen Industriebetriebe schauen zunehmend skeptischer auf ihr Auslandsgeschäft. Die Stimmung in der Exportwirtschaft habe sich im Juni erneut verschlechtert, teilte das Münchner Ifo-Institut mit. "Die Firmen erwarten keinen Zuwachs mehr bei den Exporten", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Gute Nachrichten sind im weltweiten Handelsstreit selten geworden."

Exporterwartungen im Maschinenbau steigen wieder

Nach dem Rückschlag im Vormonat erholten sich allerdings die Exporterwartungen im Maschinenbau wieder. "Von Exportrückgängen ist nun nicht mehr die Rede", so Fuest zur monatlichen Umfrage unter rund 2.300 Unternehmen.

Große Skepsis zeige sich hingegen in der Autobranche. Hier rechneten die befragten Manager eher mit rückläufigen Exporten. "Dies gilt auch für die Textil- und Bekleidungsindustrie", sagte Fuest. Von guten Exportaussichten berichteten im Moment nur die Nahrungs- und Genussmittelhersteller, die Pharmaindustrie sowie der sonstige Fahrzeugbau.

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Angesichts von Zollstreit und Konjunkturschwäche geht die Wirtschaft mit wachsendem Pessimismus ins zweite Halbjahr. Das Barometer für das Ifo-Geschäftsklima der gesamten Wirtschaft fiel im Juni den dritten Monat in Folge und damit auf den niedrigsten Wert seit November 2014. "Die deutsche Konjunktur flaut weiter ab", hatte Ifo-Chef Fuest dazu erklärt. (reuters/apa/red)

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