Außenhandel

Ifo-Index: Exporterwartungen der Autobranche wieder gesunken

Laut einer Umfrage unter 2.300 Industriebetrieben senken Exporteure ihre Erwartungen bei anstehenden Geschäften. Besonders trifft das die deutsche Autoindustrie, so das das Münchner Ifo-Institut. Dagegen rechnet die Elektroindustrie und der Maschinenbau mit weiteren Zuwächsen.

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Die deutschen Exporteure haben ihren Geschäftserwartungen den sechsten Monat in Folge heruntergeschraubt. Das entsprechende Barometer fiel im Mai um 2,0 auf 13,6 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr, teilte das Münchner Ifo-Institut unter Berufung auf seine monatliche Umfrage unter 2.300 Industriebetrieben mitteilte.

"Das schwierige weltwirtschaftliche Umfeld macht den deutschen Exporteuren zunehmend zu schaffen", erläuterte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

In der Autoindustrie wächst der Pessimismus

Besonders die Exporterwartungen in der Autoindustrie erhielten einen deutlichen Dämpfer. "Die Firmen erwarten kaum noch ein Wachstum", erklärte Fuest. Aktuell dazu: 4 Szenarien: So könnten Autobauer auf Trumps Importzölle reagieren >>

Dagegen rechnen die Unternehmen aus der Elektroindustrie und dem Maschinenbau mit weiteren Exportzuwächsen, auch wenn hier ebenfalls der Optimismus abnahm. "Die Hersteller von Nahrungs- und Genussmitteln erwarten allerdings öfter bessere Geschäfte im Ausland", sagte Fuest.

Einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zufolge sieht jede vierte Firma in der Bevorzugung ortsansässiger Konkurrenz oder in Handelshürden ein Risiko für ihre Geschäfte. Zudem treffen die neuen US-Sanktionen gegen Russland und den Iran auch deutsche Betriebe, denen bei Verstößen gegen die Auflagen harte Strafen in den Vereinigten Staaten drohen. Im China-Geschäft wiederum mehrten sich die Sorgen um die Rechtssicherheit, erklärte der DIHK. (reuters/apa/red)

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