Mineralölwirtschaft

IEA warnt vor steigenden Ölpreisen

Weil in mehreren großen Förderländern kriegerische Konflikte die Produktion stören, könnten die Ölpreise steigen, so die Internationale Energieagentur.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat vor einem weiteren Anstieg der Ölpreise aufgrund von Produktionsausfällen gewarnt. "Wenn die Ölexporte aus Venezuela und dem Iran weiter zurückgehen sollten, könnte sich das Angebot am Markt verknappen und die Preise könnten steigen", heißt es im Monatsbericht der IEA, der veröffentlicht wurde.

Sollten andere wichtige Förderländer wie Saudi-Arabien die Ausfälle nicht ausgleichen, könnte demnach der Preis je Barrel Rohöl über die Marke von 80 US-Dollar (69,06 Euro) steigen. Der Preis der Nordseesorte Brent hatte dieses Niveau bereits erstmals seit Mai kurzzeitig überschritten. Seit Wochen befinden sich die Ölpreise im Aufwind.

In Venezuela drückt eine massive Wirtschaftskrise die Ölproduktion auf das niedrigste Niveau seit Jahrzehnten. Im Iran sorgten unterdessen US-Sanktionen bereits vor ihrem offiziellen Inkrafttreten für sinkende Exporte, weil ausländische Ölfirmen Abstand vom Iran-Geschäft nehmen. Laut der IEA dürfte der Druck in den kommenden Monaten noch zunehmen. (dpa/apa/red)