Energiemarkt

IEA: Mehr Geld für Erdöl und weniger für Ökoenergien

Bei den Investitionen in Ökoenergien gebe es erstmals seit Jahren einen Rückgang - während wieder mehr Geld in die Ausbeute von Erdgas, Erdöl und Kohle fließe, meldet die Internationale Energie-Agentur.

Erstmals seit vier Jahren sind weltweit wieder mehr Investitionen in fossile Energieträger geflossen. In einem Bericht der Internationalen Energie-Agentur (IEA) heißt es, Erdgas, Öl und Kohle hätten im vergangenen Jahr für 59 Prozent aller Energie-Investitionen gestanden, das sei der erste Anstieg seit 2014. Eine "Pause" gab es dagegen bei der Finanzierung von Öko-Energieträgern.

IEA: Fossile Energien werden wichtig bleiben

Die IEA schlussfolgert, dass fossile Energien auch "in den kommenden Jahren eine bedeutende Rolle spielen". Während 2017 jeweils rund zwei Prozent mehr Mittel in die Öl- und Erdgasförderung flossen, gab es bei Kohlekraftwerken mit minus 13 Prozent einen deutlichen Rückgang. Die Investitionen in Atomenergie brachen sogar um 44 Prozent ein.

In erneuerbare Energien floss um sieben Prozent weniger Geld als noch 2016. Ausnahme war nur die Solarenergie: In diesen Sektor wurden weltweit rund 150 Mrd. Dollar (rund 128 Mrd. Euro) investiert, das sei laut IAE ein Rekord. Wind- und Wasserkraft waren dagegen deutlich weniger nachgefragt.

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Indien gegen den weltweiten Trend

China zieht mit rund 20 Prozent weltweit die meisten Investitionen an, darauf folgen die USA und danach Europa. In Indien gab es eine Premiere: Erstmals floss mehr Geld in erneuerbare Energieträger als in fossile. (afp/apa/red)

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