Autoindustrie

Hyundai und Kia hoffen nach starken Rückgängen auf Erholung

Die beiden südkoreanischen Autohersteller Hyundai und Kia wollen nach starken Absatzrückgängen des Vorjahres heuer wieder über 7 Millionen Autos verkaufen. Im Vorjahr sind die Verkaufszahlen um über 13 Prozent eingebrochen.

Der Autobauer Hyundai Motor und die kleinere Schwester Kia Motors rechnen nach einem starken Rückgang der Verkaufszahlen im vergangenen Jahr für 2021 mit einer Erholung. Die beiden südkoreanischen Autohersteller rechnen damit, in diesem Jahr zusammen die Schwelle von sieben Millionen Autos wieder übertreffen und somit 11,5 Prozent mehr verkaufen zu können als 2020.

Der Absatz sackte 2020 im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 6,35 Mio. Autos ab. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Unternehmen vorlegten. Zusammen bilden sie den weltweit fünftgrößten Autokonzern.

Das angepeilte Ziel von 7,54 Mio. wurde damit klar verfehlt. Wie auch andere Autohersteller weltweit bekamen die Südkoreaner die Folgen der Coronavirus-Pandemie für die Weltwirtschaft deutlich zu spüren. Während der Absatz des südkoreanischen Branchenführers Hyundai auf dem heimischen Markt um 6,2 Prozent zulegte, gingen die Zahlen außerhalb des Landes um knapp 20 Prozent zurück.

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Für dieses Jahr rechnet Hyundai mit einer Erholung der weltweiten Nachfrage und damit auch mit einem verschärften Wettbewerb. Mit einer "optimierten Geschäftsstrategie für jede Region" will Hyundai dagegenhalten. Das Verkaufsziel liege bei 4,16 Mio. Autos. Kia strebt den Verkauf von insgesamt 2,92 Mio. an.

Der neue Chef der Hyundai Motor Group, Chung Euisun, der erst im Herbst die Konzernleitung von seinem Vater Chung Mong Koo übernommen hatte, will sich zukünftig unter anderem auf autonomes Fahren, Robotik sowie Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb konzentrieren. Hyundai Motor will bis zum Jahr 2025 einen Anteil von zehn Prozent des Weltmarkts für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge erreichen. (dpa/apa/red)