Bahnbau

Hubert Rhomberg: Investitionen in Zukunftstechnologien waren "goldrichtig"

Die vorausschauende Investitionsstrategie in Zukunftstechnologien habe sich in der Krisensituation als goldrichtig erwiesen, stellt Geschäftsführer Hubert Rhomberg fest.

Die Rhomberg Gruppe mit Sitz in Bregenz hat ihr Geschäftsjahr 2019/20 mit einer erneuten Umsatz-Steigerung auf 782,5 Mio. Euro (Vorjahr: 753 Mio., plus 3,9 Prozent) abgeschlossen. In beiden Unternehmenszweigen - der Sparte Bau und Ressourcen sowie im Bereich Bahntechnik - wurde Wachstum verzeichnet, berichteten die Geschäftsführer Hubert Rhomberg und Ernst Thurnher.

333,2 Mio. Euro (Vorjahr: 325 Mio.) stammten aus dem Bau-Bereich, 449,3 Mio. Euro (Vorjahr: 428 Mio.) aus der Bahntechnik. Die Zahl der Mitarbeiter nahm von 2.845 auf 3.030 zu, 763 davon hatten ihren Arbeitsplatz in Vorarlberg. Das Investitionsvolumen belief sich auf 41,5 Mio. Euro, das bedeutete eine Erhöhung um fast 30 Prozent im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018/19.

Weil in der Rhomberg Gruppe der 31. März der Bilanzstichtag ist, machten sich die Auswirkungen des Corona-bedingen Lockdowns im aktuellen Geschäftsbericht noch nicht nennenswert bemerkbar. Rhomberg und Thurnher gingen aber davon aus, "dass im laufenden Geschäftsjahr alle Unternehmensbereiche davon betroffen sein werden". Das Ausmaß werde von der wirtschaftlichen Entwicklung in den Zielmärkten abhängen.

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Die vorausschauende Investitionsstrategie in Zukunftstechnologien habe sich in der Krisensituation als goldrichtig erwiesen, stellte Hubert Rhomberg fest. Durch die Einführung effizienter, digitaler Anwendungen sei man für die unerwarteten Herausforderungen gut gerüstet gewesen. Generell habe die Digitalisierung mit der Coronakrise an Tempo zugelegt. "Wir sehen das als Chance, uns erfolgreich zu einer produkt-, prozess- und vertriebsorientierten Organisation weiterzuentwickeln", sagte Hubert Rhomberg.

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Im Bau-Bereich verwies Thurnher auf die Zukunftsfähigkeit des Holzbaus. Das entwickelte System "WoodRocks" erlaube die Errichtung mehrgeschoßiger Wohnanlagen quasi in Rekordzeit. In Wien stehe bereits ein Projekt in den Startlöchern. Auch widme man sich stark der Nachnutzung von Industriebranchen sowie der Entwicklung lebenswerter Quartiere. Als Beispiel führte der Geschäftsführer etwa die Quartiersentwicklung am Wiener Hauptbahnhof an.

In der Sparte Bahntechnik, also in der Rhomberg Sersa Rail Group, an der Rhomberg 50 Prozent hält, habe man sich international weiter verstärkt, sagte Hubert Rhomberg. So gehöre etwa die Schweizer Donatsch Söhne AG seit Jahresbeginn zur Bahntechnik-Gruppe. In Österreich setzte sich Rhomberg Sersa beim steirischen Jahrhundert-Projekt Koralm-Tunnel durch und erhielt mit dem Partner Porr den Auftrag für die bahntechnische Ausstattung mit einem Volumen von 160 Mio. Euro. Hubert Rhomberg ging davon aus, dass die Klimaschutz-Initiative der EU weitere starke Impulse für das Bahngeschäft bringen werde. (apa/red)