Zulieferindustrie

HTI: Interessebekundungen für insolventen Autozulieferer

Für den insolventen oberösterreichischen Auto- und Luftfahrzulieferer HTI bzw. dessen operative Tochter Gruber&Kaja bekunden potenzielle Käufer aus dem In- und Ausland ihr Interesse.

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Wie das im August in die Insolvenz geschlitterte Unternehmen HTI am Mittwochabend mitteilte, sind  "mehrere unverbindliche Absichtserklärungen" aus dem In- und Ausland als Letter of Intent (LOI) abgegeben worden. Masseverwalter Gerhard Rothner hatte bereits vor Ablauf der entsprechenden Frist gegenüber der APA erklärt, es seien drei bis vier ernsthafte Angebote absehbar.

Am Mittwochabend hieß es, die Masseverwaltungen von HTI und Gruber&Kaja würden die Interessensbekundungen evaluieren und im Zuge von Verhandlungen mit den Interessenten versuchen, rechtsverbindliche Angebote einzuholen. Rothner rechnete bis Mitte November mit einem Zuschlag durch das Konkursgericht.

Im August hatte zunächst die HTI-Tochter Gruber&Kaja, die auf einbaufertige Alu-Druckgusskomponenten für die Autoindustrie spezialisiert ist und gut 200 Mitarbeiter beschäftigt, Insolvenz angemeldet und einige Tage darauf auch die Mutter HTI. Nun sind die Masseverwalter auf der Suche nach einem Käufer. Bei der Veräußerung könnte entweder nur das Filetstück Gruber&Kaja herausgeschnitten oder die gesamte Gruppe erworben werden.

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Die in Wien börsennotierte HTI High Tech Industries AG mit Sitz in St. Marien bei Neuhofen in Oberösterreich ist auf Aluminium-Druckguss spezialisiert. Das Unternehmen kämpft seit Jahren mit finanziellen Problemen. 2017 betrug der Konzernfehlbetrag 9,3 Mio. Euro, 2016 lag das Minus bei 18,9 Mio. Euro. Bereits im Jahr 2018 wurden Stellen abgebaut und das Kunststoffspritzgussgeschäft verkauft. So schmolz die Mitarbeiterzahl auf rund 200 zusammen. (apa/red)