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Hohe Millionenstrafe für Credit Agricole

Die französische Bank Credit Agricole muss nach einem Vergleich in den USA eine Summe von 800 Millionen Dollar zahlen. Der Grund: Die Amerikaner haben die Bank beschuldigt, gegen die US-Embargos gegen den Iran und den Sudan verstoßen zu haben.

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Wegen Verstößen gegen US-Sanktionen wird die französische Bank Credit Agricole in den USA offenbar 800 Millionen Dollar (706 Millionen Euro) Strafe zahlen. Die Bank habe die Zahlung wegen Verstößen gegen die US-Embargos gegen den Iran und den Sudan akzeptiert, verlautete aus informierten Kreisen. Der Vergleich wurde demnach mit dem US-Justizministerium, dem Finanzministerium, der Notenbank Fed und der New Yorker Finanzaufsicht DFS vereinbart und soll noch in dieser Woche öffentlich gemacht werden.

Die US-Behörden werfen der Bank den Angaben zufolge vor, zwischen 2003 und 2008 Milliardenbeträge auf Konten überwiesen zu haben, die von den US-Sanktionen gegen Länder wie den Iran, den Sudan und Kuba betroffen waren. Der Vergleich beinhalte nun, dass die Bank den Sachverhalt bestätige und zusage, keine ähnlichen Verstöße mehr zu begehen, hieß es. Im Gegenzug verzichteten die Behörden auf eine strafrechtliche Verfolgung. Die New Yorker Finanzaufsicht und Credit Agricole äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht dazu.

Wegen Verstößen gegen Sanktionen haben bereits mehrere Banken in den USA Millionenstrafen gezahlt, darunter die Commerzbank, die Schweizer Großbank UBS und die französische Bank BNP Paribas. (afp/apa)