Energieversorger

Hohe Millioneninvestitionen beim Vorarlberger Versorger Illwerke VKW

Der Vorarlberger Energieversorger Illwerke VKW plant für das nächsten Jahr Investitionen von knapp 190 Millionen Euro. Gleichzeitig werden auch die Preise für Haushalte und die Industrie erhöht.

Der Vorarlberger Energieversorger Illwerke/VKW wird 2019 rund 188 Mio. Euro investieren. Das sei ein "deutlicher Ausdruck" der Wachstumsstrategie des Unternehmens, sagte Vorstandsmitglied Christof Germann. Gleichzeitig gab der Konzern bekannt, mit Jahresbeginn den Energiepreis für Haushalts- und Gewerbekunden wegen stark gestiegener Großhandelspreise zu erhöhen.

Die Stromrechnung für einen typischen Vorarlberger Haushalt mit 5.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch solle aber trotzdem "nahezu gleich" bleiben, meinte Vorstandsmitglied Helmut Mennel: "Die erwartete Senkung der Netzentgelte und Ökostromförderungen dürfte die steigenden Energiepreise ungefähr ausgleichen."

Neben dem Strompreis komme es auch beim Erdgas wegen des Anstiegs der Großhandelspreise zu einer Erhöhung. Für einen Haushalt mit 15.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch steige die Erdgasrechnung im kommenden Jahr um rund 4 Euro pro Monat. Da in den Jahren zuvor mehrmals Preissenkungen an die Kunden weitergegeben worden seien, bleibe Erdgas im mehrjährigen Vergleich auf dem Niveau von 2017.

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Der Finanzrahmen für das Jahr 2019 wurde von den Aufsichtsgremien genehmigt. Im Geschäftsfeld Wasserkraft sollen im kommenden Jahr 30 Mio. Euro für die Fertigstellung des Pumpspeicherkraftwerkes "Obervermuntwerk II" und rund 7 Mio. in die Errichtung des Kleinkraftwerkes "Argenbach in Au" in die Hand genommen werden. Für den Neubau des Kraftabstiegs von Latschau zum "Rodundwerk I" in Vadans wurden 9 Mio. Euro budgetiert.

Auch der Bereich der Dienstleistungen soll mit Investitionen in Contracting-Projekte im Bereich Licht und Wärme sowie in den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobile ausgebaut werden. Im Netzbereich seien für die Erhaltung der Versorgungssicherheit 47 Mio. Euro vorgesehen. Zudem bekenne man sich mit dem Neubau der Lehrwerkstätte in Rodund "klar" zum Ausbildungsstandort Montafon. (apa/red)

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