Klimawandel

Hitze: Litauen ruft wegen Dürre Notstand aus

Litauen hat wegen der anhaltenden Dürre im Land den Notstand ausgerufen. Landwirte befürchteten um bis zu 50 Prozent weniger Ernte. Viele Flüsse führen kaum Wasser, was den Fischbestand und die Schifffahrt bedroht.

Litauen Klimawandel

Litauen hat wegen der anhaltenden Dürre im Land den Notstand ausgerufen. Die Landwirte befürchteten Ernteeinbußen von bis zu 50 Prozent, viele Flüsse führten kaum Wasser, was den Fischbestand und die Flussschifffahrt bedrohe, sagte Umweltminister Kestutis Mazeika. Niemand bezweifle, dass der Grund für die Dürre der Klimawandel sei.

Der Juni war der heißeste Monat aller Zeiten, wie der von der EU betriebene Copernicus-Dienst zur Überwachung des Klimawandels mitgeteilt hatte. In Litauen erreichte das Thermometer am 12. Juni den Rekord von 35,7 Grad Celcius. Im Westen Litauens und im Nachbarland Lettland kämpft die Feuerwehr gegen Moorbrände.

Mit Ausrufung des Notstands kann Litauen seine Bauern finanziell unterstützen, ohne gegen EU-Regeln zu verstoßen. Umweltminister Mazeika rief das Nachbarland Weißrussland auf, die Neris mit Wasser aus dem Wileiskoje-Stausee zu fluten. Der Fluss fließt von Weißrussland durch Litauens Hauptstadt Vilnius und mündet in die Memel. (afp/apa/red)