Gerätehersteller

Hilti kann vergangenen Umsatzrekord nochmals übertreffen

Der Liechtensteiner Baugerätehersteller ist im vergangenen Jahr um zehn Prozent gewachsen - die jüngsten Übernahmen nicht mitgerechnet. In der mit Abstand größten Geschäftsregion Europa erzielte Hilti ein Wachstum von mehr als 14 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken.

Werkzeughersteller Hilti Liechtenstein Ergebnisse Christoph Loos

Der Liechtensteiner Baugerätehersteller Hilti ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen und hat einen neuen Rekordumsatz erzielt. Die Verkäufe nahmen um 10,7 Prozent auf 5,66 Mrd. Franken (5,02 Mrd. Euro) zu.

Ohne Akquisitionen betrug das Wachstum 9,7 Prozent, wie der Hersteller der legendären roten Bohrmaschine mitteilte. Damit hat Hilti die eigenen Ziele erreicht. Den detaillierten Jahresabschluss will das Unternehmen am 15. März veröffentlichen.

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Konzernchef Christoph Loos hatte im vergangenen März ein weiteres Wachstum von 8 bis 10 Prozent angepeilt, nachdem der größte Liechtensteiner Konzern 2017 erstmals die Marke von 5 Mrd. Franken geknackt hatte. Allerdings habe die Wirtschaftsdynamik wegen der anhaltenden handelspolitischen Spannungen zuletzt nachgelassen, erklärte Loos. In den ersten acht Monaten 2018 war das Unternehmen noch um 14,7 Prozent gewachsen.

In der mit Abstand größten Geschäftsregion Europa erzielte Hilti ein Wachstum von 14,2 Prozent auf 2,8 Mrd. Franken. Dabei profitierte Hilti von Währungseffekten. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 10,6 Prozent. Nicht so erfreulich sei es aber in Großbritannien gelaufen. Der angekündigte Brexit habe auch die Bauindustrie spürbar verunsichert, teilte Hilti mit.

Deutliche Zuwachsraten gab es in Lokalwährungen auch in Nordamerika (+10,4 Prozent), Lateinamerika (+8,6 Prozent) und Asien/Pazifik (+7 Prozent). Allerdings machte die Talfahrt der lateinamerikanischen Währungen Hilti zu schaffen. In Franken stieg der Umsatz in Lateinamerika noch um knapp 1 Prozent.

Und in der Region Osteuropa, Mittlerer Osten, Afrika erreichten die Liechtensteiner ein Plus von 9,3 Prozent - trotz der teilweise schwierigen Lage in Ländern wie der Türkei, Russland oder Saudi-Arabien. Auch hier schmälerten die Wechselkurse die Wachstumsraten deutlich. In Franken stieg der Umsatz in der Region lediglich um 5,5 Prozent. (awp/sda/apa/red)