Industriekonjunktur

Heimische Industrie hat heuer 18.500 neue Jobs geschaffen

Die heimische Industriekonjunktur hat sich zuletzt erneut eingebremst. Der Einkaufsmanagerindex der Bank Austria verbleibt aber deutlich über dem Niveau der letzten zwanzig Jahre und auch über dem Niveau des Euroraums.

Die Abschwächung der österreichischen Industriekonjunktur setzt sich auch zum Jahresende fort - wenngleich auf hohem Niveau. Obwohl der Einkaufsmanagerindex der Bank Austria im Dezember um 10 Punkte auf 53,9 Punkte sank, übertrifft der aktuelle Wert den Durchschnittswert seit Umfragebeginn 1998 klar und liegt auch über dem Index für den Euroraum.

In den kommenden Monaten wird sich das Wachstumstempo der heimischen Industrie weiter verlangsamen. Für 2019 rechnet Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer mit einem Produktionsplus "um rund 3 Prozent", womit die Wachstumsraten der beiden Vorjahre nicht mehr erreichbar sein werden. "Eine Reihe politischer Unsicherheiten, der gestiegene Protektionismus im globalen Handel und die verschärften Finanzierungsbedingungen insbesondere für Schwellenländer dämpfen die Aussichten für 2019", sagte Bruckbauer.

18.500 neue Jobs heuer in der Industrie

In der Industrie entstanden heuer 18.500 neue Jobs. Das drückte die Arbeitslosenquote im Sektor von 4,4 auf 3,8 Prozent, wobei die Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern zurückging, besonders stark im Burgenland und Kärnten.

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Der Rückgang des aktuellen Einkaufsmanagerindex ist auf die Entwicklung der Neuaufträge zurückzuführen. "Erstmals seit drei Jahren haben die österreichischen Betriebe keinen nennenswerten Anstieg der Aufträge mehr zu verzeichnen", so Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl.

Nachfrage aus dem Ausland schwächer

Die Ursache liege vor allem in der schwächeren Nachfrage aus dem Ausland. Die Exportaufträge seien mit zunehmender Tendenz den dritten Monat in Folge gesunken und das Inlandsneugeschäft konnte diese Einbußen kaum mehr kompensieren. Die Betriebe seien insbesondere mit einer schwächeren Nachfrage aus dem Automobilsektor und ausbleibenden Neuaufträgen aus den Schwellenländern konfrontiert. (apa/red)

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