Infrastruktur

Haslauer: Teilprivatisierung des Salzburger Flughafens kein Thema

Das Büro des Salzburger Landeshauptmanns Wilfried Halsauer (ÖVP) hat Gerüchten rund um eine Teilprivatisierung des Salzburger Flughafens eine dezidierte Absage erteilt. Das sei "weder in Planung noch im Gespräch". Ein Verkauf von Grundstücken könne dagegen "wirtschaftlich sinnvoll sein".

Wilfried Haslauer Standort Salzburg Infrastruktur Luftfahrt

Hier der Flughafen Salzburg während der logistisch und bautechnisch sehr aufwendigen Renovierung und Neuerrichtung der Landebahn im Frühjahr 2019.

Eine dezidierte Absage zu Gerüchten rund um einen möglichen Verkauf von Anteilen des Salzburger Airports hat es aus dem Büro von Landeshauptmann Wilfried Halsauer (ÖVP) gegeben: "Eine Teilprivatisierung ist derzeit weder in Planung noch im Gespräch", teilte sein Sprecher Christian Pucher der APA mit. Ein Verkauf von Grundstücken dagegen "kann wirtschaftlich sinnvoll sein".

"Es gibt keinen Bedarf"

Ein derartiger Deal müsse vorher geprüft werden. Für eine Anteilsveräußerung gebe es dagegen "keinen Bedarf", sagte Pucher. Demnach habe Haslauers Stellvertreter und Parteifreund Christian Stöckl "nur einen Gedanken geäußert". Die Angelegenheit sei auch einmal im Landtag zutage getreten.

Dass der Flughafen wieder schwarze Zahlen schreibt, sei "mit einer ordentlichen Finanzplanung" und dem Rückkehr des Tourismus nach der Pandemie nur eine Frage der Zeit. Derzeit gehe es vielen Airports ähnlich.

White Paper zum Thema

LHStv Stöckl "offen" für Verkauf von Anteilen

Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl hatte sich offen für einen Verkauf von Anteilen des Airports gezeigt - auch über eine Sperrminorität hinaus. Demnach würden mehr als 25 Prozent der Betriebsgesellschaft in private Hand kommen. Neben der ablehnenden Haltung des Landeschefs kritisierte auch die Landes-SPÖ die Pläne. Bezüglich eines Verkaufs von angrenzendem Grund zeigte man sich ebenso nicht abgeneigt.

Aufwendige Sanierung der Landepiste 2019

Im Jahr 2019 hat eine Arbeitsgemeinschaft aus Strabag und Porr am Salzburger Flughafen eine logistisch und bautechnisch besonders aufwendige Renovierung und Neuerrichtung der Landebahn durchgeführt. Das Projekt musste innerhalb weniger Wochen durchgeführt werden. An Spitzentagen arbeiteten auf der Baustelle rund 250 Bauarbeiter aus unterschiedlichen Regionen Österreichs und auch Deutschlands mit rund 300 Fahrzeugen und Geräten, davon 25 Großgeräten. Gleichzeitig im Einsatz waren fünf Asphaltmischanlagen, zwei Ersatzanlagen, zehn Asphaltfertiger und bis zu 30 Walzen. (apa/red)