Rohstoffe

Handelsstreit mit China: USA schalten Welthandelsorganisation ein

Im Streit zwischen China und dem Westen um knappe Rohstoffe und Mineralien haben die USA die Welthandelsorganisation WTO eingeschaltet. China fordert nach ihrem Beitrit zur WTO Rechte und Privilegien - ignoriert jedoch selbst einige Vorgaben ganz.

Im Streit mit China wegen Exportbehinderungen bei knappen Rohstoffen und Mineralien haben die USA einmal mehr die Welthandelsorganisation (WTO) angerufen.

Die Amerikaner werfen China vor, regelwidrig weiterhin Ausfuhrzölle für Antimon, Kobalt, Kupfer, Graphit, Blei, Magnesium, Talk, Tantal und Zinn zu erheben, teilte die Organisation in Genf mit. Dies sei ein Verstoß gegen Regeln für den Handel zwischen WTO-Mitgliedern, machten die USA geltend.

China hatte sich beim Beitritt zur WTO im Jahre 2001 verpflichtet, Exportzölle abzuschaffen. Nach Einreichung der formellen Bitte der USA um Konsultationen mit China haben beide Staaten nun 60 Tage Zeit, um eine bilaterale Einigung zu suchen und einen Rechtsstreit zu vermeiden.

Sollte der Disput in dieser Zeit nicht beigelegt werden, können die USA ein Urteil des WTO-Schiedsgerichts verlangen. Dies ist bereits der 17. von den USA initiierte WTO-Disput mit China. Mehrfach hatte China dabei Niederlagen einstecken müssen. Vor zwei Jahren unterlag Peking im Streit um seine Exportbeschränkungen für seltene Erden. (APA/dpa/red)

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