Rohstoffe

Handelsstreit mit China: EU kündigt weitere Rechtsschritte an

Der Handelsstreit zwischen China und der Europäischen Union zieht weitere Kreise. Nachdem die USA die Welthandelsorganisation eingeschaltet haben, will jetzt auch die EU gegen widerrechtliche Vorteile chinesischer Hersteller vorgehen.

Der Handelsstreit zwischen China und der Europäischen Union zieht weitere Kreise. Die EU-Kommission kündigte am Dienstag rechtliche Schritte vor der Welthandelsorganisation (WTO) gegen die Auflagen der Volksrepublik bei dem Export bestimmter Rohstoffe aus dem Land an.

China erhebe unter anderem Exportzölle und Mengenbeschränkungen, die den Zugang für Firmen außerhalb des Landes zu den Rohstoffen beschränke.

Die Maßnahmen verzerrten den Markt und bevorzugten und verschafften den chinesischen Herstellern widerrechtlich Vorteile, kritisierte die Brüsseler Behörde. Man könne nicht dabei zusehen, wie die europäischen Produzenten und Verbraucher von unfairen Handelspraktiken betroffen seien, sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Die bisherigen WTO-Entscheidungen dazu seien glasklar.

Die chinesischen Auflagen betreffen nach Angaben der EU-Kommission Graphite, Kobalt, Kupfer, Blei, Chrom, Magnesium, Talkum, Tantal, Zinn, Antimon und Indium. Die EU und China liefern sich bereits einen erbitterten Handelsstreit über die Einfuhr von Stahlprodukten aus Fernost. (APA/Reuters/red)

Verwandte tecfindr-Einträge