Halbleiter

Halbleitermarkt: Nach starkem Wachstum erste Zeichen einer Flaute

Immer mehr Mikroelektronik in Autos, Smartphones und der industriellen Fertigung haben 2018 für starkes Wachstum auf dem weltweiten Halbleitermarkt gesorgt. Zuletzt gab es aber erste Rückgänge - Infineon hat seine Prognose nach unten korrigiert.

Im Bild: Der Reinraum bei Infineon in Villach.

Der zunehmende Anteil von Mikroelektronik in Autos, Smartphones und der Industrie hat den Markt für elektronische Halbleiter im vergangenen Jahr stark wachsen lassen. Insgesamt machte die Branche 2018 weltweit einen Umsatz von 469 Mrd. Euro, wie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) mitteilte. Das waren knapp 14 Prozent mehr als im Jahr davor.

Einsetzende Rückgänge ab Ende 2018

Im Dezember war der Verband noch von einem etwas stärkeren Wachstum ausgegangen. Allerdings verzeichneten die Hersteller im vierten Quartal sowie zu Beginn des angelaufenen Geschäftsjahres einen deutlichen Rückgang. Hauptgrund ist die sich abkühlende Konjunktur, die alle Abnehmer der Branche betrifft.

Infineon korrigiert Prognose

Das bekam zuletzt auch der Halbleiterhersteller Infineon zu spüren, der auch in Villach in Kärnten über ein großes Werk verfügt und zu deren Hauptkunden die Autoindustrie gehört. Der Infineon-Konzern musste seine Wachstumsprognose für 2019 nach unten korrigieren.

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Internet der Dinge und Elektroautos als Treiber

Wachstumstreiber der Branche waren laut ZVEI vor allem Datenspeicher. Die Industrie 4.0, das Internet der Dinge sowie immer mehr Fahrerassistenzsysteme und die zunehmende Elektrifizierung der Mobilität gehörten zu den stark wachsenden Anwendungsfeldern der Mikroelektronik.

Computer immer unwichtiger

Computer wiederum spielten für die Branche eine immer geringere Rolle, weil sie zunehmend von Smartphones und Tablets ersetzt würden, sagte ZVEI-Experte Baumann. Ihr Anteil am Halbleitermarkt war mit rund einem Drittel jedoch weiter hoch.

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