Logistik

Hafen Triest hält Bahnverbindung zu Österreich aufrecht

Der für den heimischen Österreichs Außenhandel besonders wichtige Hafen Triest behält die Verbindungen zu Österreich und weitere Nachbarländer aufrecht. Im Zuge der Coronakrise habe es bisher nur einen minimalen Einbruch im Warenverkehr gegeben, so die Hafenbehörde.

Der Hafen Triest hat wegen der Coronavirus-Krise nur einen minimalen Einbruch im Warenverkehr registriert, die Verbindungen zu den Nachbarländern, darunter Österreich, bleiben offen. "Die Nachfrage nach Warenlieferungen per Bahn in Richtung Österreich ist angesichts der Probleme mit dem Straßentransport gewachsen", so der Präsident des Hafens von Triest, Zeno D'Agostino, im Gespräch mit der APA.

Schon wegen der Probleme in Zusammenhang mit den Tiroler Fahrverboten hatten mehrere italienische Speditionsfirmen verstärkt auf die Bahn gesetzt. Seit dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie sei die Nachfrage nach Bahntransporten in Richtung Österreich und Deutschland noch mehr gestiegen, berichtete D'Agostino.

"80 Prozent aller Bahntransporte, die vom Hafen Triest getätigt werden, führen nach Kärnten. Über Villach reisen die Waren nicht nur nach Österreich und Deutschland, sondern auch nach Luxemburg, Ungarn und in die Tschechische Republik. In dieser allgemeinen Krise ist die Bahn noch in der Lage, die Grenzen zu überqueren. Warenlieferungen per Schiene sind jetzt besonders gefragt und werden es auch in Zukunft sein. Der Straßenverkehr nach Ungarn liegt lahm, nur unsere Züge verkehren. Nach Kroatien liefern wir per Schiff. Die Bahn hält in dieser großen Krise stand", sagte D'Agostino.

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Auch was die Preise betrifft, sei der Bahnverkehr gegenüber dem Straßentransport konkurrenzfähig. "Man muss die Logistik zwar neu organisieren, aber die Bahn ist wettbewerbsfähig", meinte D'Agostino. (apa/red)

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