Exporte

Hafen Triest feiert Jubiläum

Der Hafen Triest, vor 300 Jahren unter dem österreichischen Kaiser Karl VI. erbaut, wurde der wichtigste Handelshafen der Monarchie. Heute gehört die Region zu Italien - von großer Bedeutung für heimische Exporteure ist der Hafen weiterhin.

Am kommenden Montag feiert der Freihafen Triest sein 300. Jubiläum. Am 18. März 1719 wurde der Freihafen Triest unter dem österreichischen Kaiser Karl VI. erbaut und später von seiner Tochter Maria Theresia erweitert, die Triest zum Hafen des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs weiterentwickelte. Zahlreiche Events sind zum Jubiläum des Hafens vorgesehen.

Einst der wichtigste Hafen der Monarchie

Als ehemaliger Haupthandelshafen der Monarchie ist Triest heute wieder einer der Haupthäfen für Österreich geworden. Warenströme verlagern sich teilweise von den Nordseehäfen zu den Häfen der nördlichen Adria, Koper und Triest. Die ÖBB sind bei diesen Häfen auch Marktführer bei Transporten auf der Schiene, beim Hafen Triest beträgt der ÖBB-Anteil 45 Prozent.

ÖBB und Hafen bauen Zusammenarbeit aus

ÖBB-CEO Andreas Matthä unterzeichnet kommende Woche mit dem Präsidenten der Hafenbehörde Triests, Zeno D‘Agostino, ein Memorandum of Understanding für den Ausbau der Zusammenarbeit mit dem Hafen im Bahnbereich. Die italienische Regierung ist mit Vize-Verkehrsminister Edoardo Rixi vertreten.

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Vertreter der WKÖ reisen mit großer Delegation an

Die Feier "300 Jahre Freihafen Triest" wird im Hauptsitz der Region Friaul Julisch-Venetien im Beisein des Kärntner Landeshauptmanns Peter (SPÖ) Kaiser und des Präsidenten der Region Friaul, Massimo Fedriga, stattfinden.
Anwesend ist auch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit einer Delegation aus 23 österreichischen Unternehmern, die nach Triest auch Koper und Rijeka besucht. Ebenfalls vorgesehen sind Festvorträge zur Rolle des Hafens Triest, bei dem Matthä einen Vortrag zur dessen Bedeutung für die ÖBB hält.

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Nach Warenumschlag größter Hafen Italiens

Triest war auch 2018 wieder der stärkste Hafenstandort Italiens. 62,7 Millionen Tonnen Waren wurden im vergangenen Jahr umgeschlagen, was einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber 2017 entspricht. Die Anbindung zur Bahn wurde auch im vergangenen Jahr forciert. Fast 10.000 Züge fuhren 2018 vom Hafen ab, das entspricht einem Plus von 12 Prozent gegenüber 2017. Heuer wird mit einem weiteren Anstieg von 10 Prozent gerechnet. (apa/red)

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