Zulieferindustrie

Guter Jahresauftakt für FACC

Der oberösterreichische Zulieferer FACC hat im ersten Quartal mehr Gewinn und Umsatz erwirtschaftet. Wichtige Treiber war die Belieferung der Baureihen Boeing 787, mehrerer Mittelstreckenjets von Airbus und des A350 XWB sowie Bestellungen von Bombardier Embraer.

Der börsennotierte oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC hat im ersten Quartal 2018/19 vom Wachstum in der Luftfahrtindustrie profitiert und Gewinn und Umsatz gesteigert. Der eingeschlagenen Wachstumskurs sei erfolgreich fortgesetzt worden, teilte FACC mit. Der positive Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt.

Umsatzplus von über vier Prozent

"Wir haben unsere Zielsetzung im ersten Quartal erneut erfolgreich umgesetzt. Alle Segmente des Konzerns sind profitable Wachstumstreiber und trugen maßgeblich zu der positiven Entwicklung der FACC Gruppe im ersten Quartal bei", so Firmenchef Robert Machtlinger.

Operativ stieg das berichtete Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Quartal 2018/19 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 16,3 Mio. Euro, nach 12,9 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT sei um 16 Prozent höher ausgefallen. Das Ergebnis nach Steuern stieg laut Quartalsbericht von 8,8 auf 11,4 Mio. Euro.

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Mehrheit an FACC gehört Avic

FACC mit Sitz Ried im Innviertel hat mit der staatlichen Aviation Industry Corporation of China (AVIC) einen chinesischen Mehrheitseigentümer. AVIC hält 55,5 Prozent, die restlichen 44,5 Prozent sind in Streubesitz und notieren an der Wiener Börse. Im März 2018 stieg die FACC-Aktie in den Leitindex ATX auf.

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Wichtige Aufträge quer durch die Branche

Der Umsatz wuchs um 4,4 Prozent auf 192,4 Mio. Euro. Die Produktumsätze legten dabei um 3 Prozent auf 177,9 Mio. Euro zu und spiegelten somit das Wachstum der globalen Luftfahrzeugindustrie wider, so die FACC. Wesentliche Treiber bei den Produktumsätzen seien die Programme Boeing 787, Airbus A320 Familie, Airbus A330, Airbus A350 XWB sowie Bombardier Challenger 350 und Embraer Legacy 450/500 und die Umsätze aus den jeweils dazugehörigen Triebwerksfamilien.

Der Personalstand (Vollzeitäquivalente) stieg um 88 auf 3.422 zum Ende des ersten Quartals.

"Die Einschätzungen des Managements hinsichtlich Umsatz- und Ertragsentwicklung der FACC AG im aktuellen Geschäftsjahr 2018/19 sind unverändert positiv", heißt es im Ausblick. Festgehalten werde an den Initiativen zur Erhöhung der Ertragskraft. "Dies wird zu einer überproportionalen Verbesserung der Ertragslage führen." Der Umsatzzuwachs wird auf Basis der heutigen Markteinschätzung und des aktuellen Produktmixes im einstelligen Prozentbereich erwartet.

Prognose bestätigt

Das Erreichen des Umsatzziels von 1 Mrd. Euro bis Ende des Geschäftsjahres 2020/21 gemäß Konzernstrateg "Vision 2020" bleibe aufrecht. Bedingt durch das ausgewogene und moderne Produkt- und Kundenportfolio könne FACC vom generellen Wachstum aller bedeutenden Flugzeugfamilien profitieren. Erste Umsätze aus den im vergangenen Jahr unterschriebenen Neuaufträgen von rund 750 Mio. Euro werden für das erste Halbjahr 2019/20 erwartet.

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"Wir werden unsere Aktivitäten von der Entwicklung und der Herstellung neuer Produkte sowie unsere Innovationsoffensive weiter forcieren und damit unsere Position als bevorzugter Technologiepartner der Luftfahrtindustrie nachhaltig ausbauen", so Machtlinger. (apa/red)