Autoindustrie

Gute Geschäfte beim Autozulieferer Hella

Der deutsche Autozulieferer Hella meldet "sehr gutes" erstes Halbjahr, vor allem in Übersee. Gefragt sind neben der Lichttechnik des Herstellers vor allem Technologien zum autonomen Fahren, Radar und Sensorik.

Florierende Geschäfte vor allem in Amerika und Asien haben beim deutschen Autozulieferer Hella Umsatz und Gewinn nach oben getrieben. "Das erste Halbjahr ist sehr gut gelaufen", sagte Vorstandschef Rolf Breidenbach. Die Wachstumsdynamik habe sich im zweiten Quartal beschleunigt.

Gepunktet habe Hella neben der Lichttechnik vor allem mit Technologien zum autonomen Fahren, Radar und Sensorik. Auch zum weiteren Verlauf äußerte sich der Manager des familiengeführten Unternehmens zuversichtlich. "Wir sehen in der Fahrzeugproduktion in allen Märkten eine robuste und solide Entwicklung."

Im Zeitraum Juni bis November verbuchte der Scheinwerferspezialist bei einem Umsatzplus von acht Prozent auf 3,452 Mrd. Euro einen Anstieg des bereinigten operativen Gewinns um 9,3 Prozent auf 293 Mio. Euro. Netto kletterte das Ergebnis noch stärker um 14 Prozent auf 199 Mio. Euro. Rückenwind verliehen vor allem Asien und Amerika, wo die Erlöse um 14 beziehungsweise um 18 Prozent zulegten.

White Paper zum Thema

Für das bis November laufende Gesamtjahr 2017/18 bekräftigte Breidenbach seine Ziele. Er peilt ein währungsbereinigtes Umsatzplus und einen Anstieg des Ebit um fünf bis zehn Prozent an. Die veränderten Steuerregeln in den USA in Bezug auf Verlustvorträge hätten auf die Hella-Bilanz keine nennenswerten Auswirkungen, erklärte Finanzvorstand Bernard Schäferbarthold.

An der Börse konnte Hella einmal mehr punkten. Der MDax-Titel legte in der Spitze um zwei Prozent auf 56,50 Euro zu und markierte damit ein Rekordhoch. Die Papiere gewannen damit in den vergangenen zwölf Monaten 54 Prozent an Wert. Rund 60 Prozent der Anteile liegen bei der Familie, der Rest ist im Streubesitz. (reuters/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge