Coronavirus

Gummiwerke in Malaysia sperren zu - Semperit nicht betroffen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat die Regierung von Malaysia 28 Werke, die Gummihandschuhe produzieren, geschlossen. Knapp 2.000 Mitarbeiter des weltgrößten Herstellers Top Glove sind positiv getestet. Der Wiener Konzern Semperit ist von der Maßnahme nicht betroffen.

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Das Coronavirus legt derzeit zahlreiche Fabriken in Malaysia lahm. Die Regierung schließt nun 28 Gummihandschuhwerke des weltgrößten Herstellers Top Glove, um alle Mitarbeiter auf Corona zu testen, wie Sicherheitsminister Ismail Sabri Yaakob laut Nachrichtenagentur Reuters bekanntgab. 1.889 Beschäftigte seien nachweislich positiv. Die Produktionsstätten der österreichischen Semperit, die in dem Land ebenfalls Gummihandschuhe produziert, laufen ungestört weiter.

"Wir sind überhaupt nicht betroffen - wir haben gehört, dass es da Probleme gibt, schon letzte Woche", sagte Semperit-Unternehmenssprecherin Monika Riedel zur APA. "Es ist für uns kein Thema im Moment, unsere Produktion ist nicht beeinträchtigt." Semperit habe dort eine Untersuchungshandschuhproduktion sowie einen Zulieferer und beschäftige insgesamt rund 3.000 Mitarbeiter in dem südostasiatischen Land. "Wir haben in unserer Fabrik keine aktiv Infizierten", so die Sprecherin.

Semperit betreibe in Malaysia zwei Standorte im Handschuhbereich - einen für die Herstellung von Untersuchungs- und Schutzhandschuhen in Kamunting sowie eine Porzellanformenfertigung für die Handschuhproduktion in Nilai. In dem österreichischen Stammwerk in Wimpassing (Niederösterreich) würden Operationshandschuhe produziert und in Sopron (Ungarn) die Verpackung dafür.

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Das Unternehmen Top Glove, in dem die Coronafälle derzeit gehäuft auftreten, betreibe in Summe über 60 Fabriken. 30 davon befinden sich laut Reuters in Malaysia.

5.794 Mitarbeiter des Konzerns wurden dem Minister zufolge bereits auf Corona getestet. Ein Drittel davon ist nachweislich infiziert. Auf Anraten des Gesundheitsministeriums würden nun nach und nach 28 Standorte geschlossen, um weitere Tests und Quarantänemaßnahmen zu ermöglichen. (apa/red)