Autosalon

Grüße aus Genf

Die erste große Automesse des Jahres in Genf ist zu Ende, vor allem SUV waren das Highlight. Welche Modelle für Ihren Fuhrpark spannend sein könnten.

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© Maserati

Fiat-Tochter Maserati lässt noch im Frühjahr ihren ersten SUV vom Stapel. Damit schielt man auf die Kundschaft von Jaguar und Bentley. Das Design orientiert sich dabei an der Formensprache von Quattroporte und Ghibli und erfindet mit langer Motorhaube und kleinen seitlichen Fensterflächen das SUV zumindest äußerlich nicht neu. Angekündigt wurden bereits im letzten Jahr zwei V6-Turbobenziner mit 350 und 425 PS sowie ein Dreiliter-Turbodiesel zwischen 250 und 340 PS. Ob die Spitzenmotorisierung mit 560 PS noch aktuell ist, ließ Maserati bisher noch offen. Serienmäßig besitzt der Italiener eine mehrfach einstellbare Luftfederung mit elektronischer Dämpferkontrolle, das intelligente Allradsystem Q4 sowie eine speziell auf den Levante abgestimmte Achtgang-Automatik. Offizielle Preise gibt es noch nicht. Unter 70.000 Euro wird der neue Levante jedoch kaum zu haben sein.

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© Maserati

Fiat-Tochter Maserati lässt noch im Frühjahr ihren ersten SUV vom Stapel. Damit schielt man auf die Kundschaft von Jaguar und Bentley. Das Design orientiert sich dabei an der Formensprache von Quattroporte und Ghibli und erfindet mit langer Motorhaube und kleinen seitlichen Fensterflächen das SUV zumindest äußerlich nicht neu. Angekündigt wurden bereits im letzten Jahr zwei V6-Turbobenziner mit 350 und 425 PS sowie ein Dreiliter-Turbodiesel zwischen 250 und 340 PS. Ob die Spitzenmotorisierung mit 560 PS noch aktuell ist, ließ Maserati bisher noch offen. Serienmäßig besitzt der Italiener eine mehrfach einstellbare Luftfederung mit elektronischer Dämpferkontrolle, das intelligente Allradsystem Q4 sowie eine speziell auf den Levante abgestimmte Achtgang-Automatik. Offizielle Preise gibt es noch nicht. Unter 70.000 Euro wird der neue Levante jedoch kaum zu haben sein.

© Lexus

Zu Jahresbeginn sorgten die Japaner auf der Auto-Show in Detroit für Aufsehen: Nun liefert Lexus mit dem LC 500h eine Hybridversion des 473 PS starken LC500. Zum 299 PS starken 3,5-Liter-V6-Benziner gesellen sich 61 PS des E-Motors hinzu. Wie schon beim Vorgänger ist der LC mit einem Planetengetriebe und einer zweistufigen Getriebeuntersetzung ausgerüstet. Lexus verspricht sich davon eine verbesserte Beschleunigung auch bei niedrigen Drehzahlen sowie eine höhere Maximalgeschwindigkeit. Den Tempo-100-Sprint geben die Japaner mit unter fünf Sekunden an. Erstmals wird es einen M-Modus geben, in dem die Gänge per Schaltwippen gewechselt werden können. Das zusätzliche Gewicht des Automatikgetriebes wird durch einen besonders leichten E-Motor und eine leichte Lithium-Ionen-Batterie kompensiert. Auch bei der Karosserie setzt die Toyota-Tochter auf Leichtigkeit: Alu, Carbon, Glasfaser und Kohlefaser sollen Gewicht sparen. Wann genau die Hybridversion in Europa erhältlich ist, gibt Lexus demnächst bekannt.

© Seat

Auch Seat springt 2016 auf die SUV-Welle auf und feiert aktuell in Genf mit dem Ateca Premiere. Der nach einem kleinen spanischen Dorf benannte Latino soll dem Skoda Yeti sowie dem Nissan-Bestseller Qashqai Konkurrenz machen. Seine spanische Herkunft wird jedenfalls sichtbar bleiben: Als konsequente Weiterentwicklung des Leon – mit ein paar mehr Muskeln an den Schultern, schärferen Linien und kurzen Überhängen – dürfte es der Ateca beim Publikum nicht sonderlich schwer haben. Im Inneren bietet der Spanier die beste Raumnutzung seines Segmentes – Kopf- und Beinfreiheit sind beachtlich! Auch der Kofferraum ist mit 510 Litern recht großzügig. Die Motorenpalette umfasst zum Marktstart zwei TSI-Benziner und drei TDI-Diesel zwischen 115 und 190 PS. Laut Seat wird sich das sparsamste Modell mit rund 4,3 Litern begnügen. Die jeweils stärksten Antriebe können optional als Vierradantrieb geliefert werden. Die Markteinführung ist für Juni angesetzt. Rund 20.000 Euro wird das Einstiegsmodell kosten.

© VICTOR GOICO

Während sich die äußeren Veränderungen auf den ersten Blick in Grenzen halten, hat sich unter der Haube des Porsche Boxster 718 einiges getan. Neu entwickelte Vierzylinder-Motoren treiben ihn künftig an. In Verbindung mit dem optionalen Doppelkupplungs-Getriebe sinkt der Verbrauch auf durchschnittliche 6,9 Liter pro 100 Kilometer – ungefähr ein Liter weniger als noch beim Vorgängermodell. Stärkster Boxster bisher: Aus zwei Litern Hubraum werden nun 300 PS generiert. Für besonderen Fahrspaß wird das deutlich gestiegene Drehmoment sorgen. Um knapp eine Sekunde konnte sich der Sprint auf nun 4,7 Sekunden verbessern. Äußerlich bleibt er ein klassischer Boxster. Der überarbeitete Frontschweller samt Lichtbändern wölbt sich als Nase nun so, dass der 718 optisch tiefer liegt als bisher. Die Lufteinlässe an der Front sind gewachsen, die Seitenlinien markanter und schärfer. Das Heck hat die wohl stärkste Überarbeitung erfahren: Flache Leuchten, herausfahrbarer Spoiler, schwarzer Porsche-Schriftzug und im Heckdeckel integrierte dritte Bremsleuchte sorgen für eine vollkommen neue Rückansicht. Voraussichtlich ab Ende April wird der neue Boxster 718 für mindestens rund 54.000 Euro erhältlich sein.

© Volvo

Mit zeitlosem Design kennen sich die Schweden bekanntlich aus. Volvo entlässt im Sommer den neuen V90 auf die Straßen. Markante Optik: Der Oberklasse-Kombi trägt die für Volvo typische Schürze, die T-förmigen LED-Tagfahrlichter und den steil stehenden Grill. Die lange Motorhaube wird durch scharfe Linien konturiert. Die seitlichen Fensterlinien nähern sich im hinteren Teil an und bilden ein schmales, dynamisches Fensterband. Das nahezu waagerechte Dach mündet in einen kleinen Dachspoiler. Das Heck dominieren die für die Baureihe typischen vertikalen Heckleuchten; der lange Überhang und zahlreiche Chromapplikationen runden das schicke, etwas kantigere Aussehen ab. Besonders die Rückansicht ein Fest! Zum Marktstart werden zwei Benziner und zwei Dieselmotoren zur Auswahl stehen. Mit 254 PS markiert der Vierzylinder-Turbo den Einstieg bei den Benzinern. Allrad ist im T6 optional erhältlich. Ein Hybridantrieb mit knackigen 407 PS soll im November folgen.

© AUDI AG

Audi macht dem eigenen Q3 Konkurrenz: Der 4,30 Meter lange Audi Q2 ist das erste Modell, das komplett aus der Feder des neuen Design-Chefs Marc Lichte stammt. Auffälligstes Merkmal: Die polygonen Seitenflächen. Die unterschiedlichen Ausstattungslinien sollen sich auch äußerlich bemerkbar machen: Grill, Radläufe, Lufteinlässe, Schweller, Räder und die Verkleidung der C-Säule sind individuell veränderbar und sollen ein junges Publikum ansprechen. Innen wird das Ganze mit mattem Chrom, Carbon und Glanzschwarz fortgeführt. Das Cockpit wird zum Fahrer hin angewinkelt, die Mittelkonsole fällt deutlich schlanker aus. Aufbauend auf dem A3 Sportback greift der neue Q2 tief in den modularen Querbaukasten der Konzern-Mutter VW. Mit der neuen Generation des MMI-Infotainmentsystems greift Audi vor allem die Konkurrenten BMW und Mercedes an. Die  Einstiegsvariante wird von einem 100 PS starken Dreizylinder-TSI angetrieben. Erhältlich: ab Frühjahr.

© Mercedes

Mercedes komplettiert seine C-Klasse um eine offene Variante: Im Vergleich zur Limousine wird das neue Cabrio (mit Stoffverdeck!) deutlich sportlicher ausfallen: Die Spur wird breiter, das Fahrzeug liegt tiefer, der Kofferraumdeckel ist flacher und breiter. Besonders das Heck dürfte damit an das Coupé der S-Klasse erinnern. Durch Leichtbau an der Motorhaube und dem Kofferraum wird das neue C-Klasse-Cabrio rund 20 Prozent Gewicht einsparen, was sich entsprechend auf den Verbrauch auswirkt. Als Top-Modell ist eine AMG-Version mit Vierliter-V8-Motor und kräftigen 450 PS vorgesehen. Im Basismodell arbeitet das neue C-Klasse-Cabrio mit einem 156 PS Vierzylinder. Auch ein Hybrid ist vorgesehen. Rein elektrisch sollen rund 50 Kilometer möglich sein. Die Assistenzsysteme werden sich ebenfalls an der 2013 eingeführten S-Klasse orientieren und kaum Wünsche offen lassen: Neben Head-up-Display, Distronic mit selbstständigem Spurwechsel und Staufolge-Assistent mit Lenkeingriff wird ein Bremsassistent, der auf Querverkehr reagiert, serienmäßig an Board sein. Preislich beginnt das neue Cabrio rund 6.500 Euro über der Limousine bei rund 40.000 Euro.

© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

VW schickt seinen Bestseller, den Polo, in die sechste Generation – und rüstet auf. Neben Drei- und Fünftürer sind auch eine kleine Limousine, ein Cabrio, ein SUV und ein Speedster geplant. Dabei orientiert sich Chef-Designer Klaus Bischoff beim neuen Polo stärker am Golf. Ziel: Der Kleine soll kantiger, sportlicher und endlich erwachsen werden. Während sich an Länge und Breite wenig ändert, wird der Radstand größer, das Dach flacher, die Windschutzscheibe stärker geneigt, wodurch eine markantere Silhouette entsteht. Besonders der Dreitürer wirkt nun wie ein Coupé. An den bisherigen Ausstattungslinien Trendline, Comfortline und Highline wird nicht gerüttelt. Neben den schon bekannten 1-Liter-TSI mit 95 oder 110 PS umfasst die Motorenpalette auch die 1,4-Liter-TDI mit 75, 90 oder 105 PS. Zukünftig stehen der Polo GTI (1,8 Liter) mit 185 PS und der Polo WRC (2 Liter) mit 231 PS an der Spitze der Motorenpalette. Auf den Markt kommt die sechste Generation des Polo mit zahlreichen Assistenzsystemen. Darunter ein adaptiver Tempomat mit Bremseingriff, Front Assist mit Umfeldbeobachtung sowie Servolenkung mit selbstständiger Kurskorrektur. Zu einem Erscheinungsdatum und möglichen Preisen gibt VW bisher noch keine Auskünfte.

© BMW AG

BMW spendiert der neuen 7er-Reihe ein M-Label. Und das hat es bekanntlich in sich. Der 600 PS starke 6,6 Liter-Biturbo-V12-Motor schafft es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h mit einem maximalen Drehmoment von 800 Newtonmeter. In Verbindung mit dem heckbetonten Allradantrieb xDrive und der überarbeiteten Achtgang-Automatik gelingt der Sprint in blitzschnellen 3,9 Sekunden. Den Normverbrauch geben die Münchner mit 12,6 Litern an. Äußerlich gibt sich der stärkste 7er aller Zeiten durch größere Lufteinlässe in der Frontschürze und farbliche Akzente an Niere und Spiegelkappen zu erkennen. Zusätzlich fährt das Flaggschiff der Bayern auf schicken 20-Zoll-Leichtmetallfelgen und einer Bremsanlage mit blauen Sätteln vor. Für den richtigen Sound sorgt eine Sportabgasanlage mit vier Endrohren. Im Inneren kommen Sportlenkrad, V-12-Einstiegsleisten, Komfortsitze mit Memory-Funktion sowie ein schwarzer Alcantara-Himmel, Hochflor-Fußmatten und jede Menge Nappa-Leder hinzu. Bisher hat BMW weder zum Marktstart noch zu den Preisen Angaben gemacht.

© Skoda

Skoda erweitert seine Produktpalette um einen stattlichen Geländewagen, den Skoda Kodiak. Eine gewisse Ähnlichkeit zu den Familienmitgliedern Audi und VW kann dem Tschechen dabei nicht abgesprochen werden. Klare Linien, Ecken und Kanten und die schmalen LED-Scheinwerfer an der Front prägen das Design. Ins Auge fallen zudem die eckigen Radhäuser mit den riesigen Felgen. Mit einer Länge von 4,75 Metern verfügt der Kodiak im Inneren über ausreichend Platz auf drei Sitzreihen. Als sparsamer Plug-in-Hybrid generiert der neue Skoda eine Systemleistung von 225 PS, die den kompakten SUV in 7,4 Sekunden auf Tempo 100 treibt. Laut Firmenangaben liegt der durchschnittliche Verbrauch bei 1,9 Litern. Der Fahrer kann zwischen mehreren Betriebsmodi auswählen – vom rein elektrischen (rund 50 km) bis hin zum Charge-Modus. Zum Marktstart im Herbst sind drei TSI sowie ein TDI mit einem Leistungsspektrum von 150 bis 220 PS geplant. Nahezu alle Multimedia- und Assistenzsysteme kommen aus Wolfsburg. Zusätzlich spendiert Skoda einen Onlinezugang samt WLAN-Hotspot und Verkehrsdaten in Echtzeit. Außerdem sollen Apps vom Smartphone am Fahrzeugdisplay angezeigt und genutzt werden können. Mit einem Preis von rund 24.000 Euro wollen die Tschechen vor allem Premiummodellen wie dem Audi Q5 und BMW X3 Konkurrenz machen.