Bahnlogistik

Grünes Licht der EU für Österreichs Beihilfen zum Transport auf Schiene

Österreich will in den kommenden Jahren mit zusätzlichen Beihilfen von mehr als 200 Mio. Euro für Frächter den Transport auf Schiene subventionieren. Von der EU kommt nun grünes Licht: Die Beihilfen verstoßen nicht gegen die Regeln der Union.

Österreichs zusätzliche Förderung der Verlagerung des Transitverkehrs auf die Schiene ist mit den EU-Beihilferegeln vereinbar. Die EU-Kommission stimmte einer Änderung des österreichischen Beihilfesystems zu, durch das der Frachtverkehr per Bahn mit zusätzlichen 205,2 Mio. Euro für die Jahre 2020 bis 2022 attraktiver gemacht werden soll, wie die EU-Behörde mitteilte.

Die Beihilfe für Eisenbahngesellschaften soll sich in den Kosten für die Frächter niederschlagen. Die Maßnahme zielt darauf ab, Österreichs Bergregionen - darunter den Brenner - zu entlasten, die aufgrund ihrer Höhenlage und Wetterbedingungen höhere externe Kosten tragen und einen höheren Grad an Luftverschmutzung aufweisen können.

"Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass der Plan notwendig und angemessen ist, um eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene zu erwirken", so der Befund. Er sei positiv für die Umwelt und konform mit den politischen Zielsetzungen der EU in den Bereichen Transport und staatliche Beihilfen.

White Paper zum Thema

Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) war am vergangenen Mittwoch in Brüssel mit der neuen Verkehrskommissarin Adina Valean zusammengetroffen. Hauptthema war der Brennertransit. (apa/red)

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